Mathias Neuner (CSU) legt den Amtseid ab Von Dieter Schöndorfer

Mit einem Festakt, der offiziell als Tagesordnungspunkt sechs der 10. Sitzung des Stadtrates im Jahr 2012 in den Protokollen geführt wird, wurde Mathias Neuner am Mittwochabend als sechster Oberbürgermeister der Stadt Landsberg offiziell in sein Amt eingeführt. Martha Borgmann, an Lebensalter erfahrenstes Stadtratsmitglied, sprach die Eidesformel. Neben zahlreichen Gästen überbrachte unter anderem der Präsident der Regierung von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, im Festsaal des Historischen Rathauses Gastgeschenke und die besten Wünsche für die kommende, ausnahmsweise acht Jahre dauernde Amtszeit des neuen OB.
Nach dem Amtseid gab es die Goldene Amtskette, die laut Bürgermeister Norbert Kreuzer eine bewegte Geschichte hinter sich habe. Das Insignium der Amtswürde, „in Silber und gut vergoldet“, hat seinen Ursprung in einem Magistratsbeschluss des Jahres 1877, ersetzte die damals üblichen Schiffhut und Degen als Zeichen der magistratlichen Würde. Ob ihm nun die Zierwaffe lieber gewesen wäre oder die goldfarben leuchtende Amtskette, darüber ließ sich der neue Oberbürgermeister in seiner ersten Ansprache als Gastgeber im Historischen Festsaal nicht aus.
Dass er aber in seiner Geburtsstadt an der Spitze deren Zukunft mitgestalten wird, das sei ihm Ehre und Verpflichtung. Er selbst habe den Wandel Landsbergs von einer „grauen Garnissonsstadt“ zu einer bunten, lebhaften Familienstadt miterleben können. Jetzt müsse man sich auf neue Lebensmodelle einstellen, Lösungen anstreben, um den Problemen von morgen gut vorbereitet zu begegnen.
Neuner versicherte, dass er eine Person sei, die Bedürfnisse aller beachte und nicht den lautesten Schreiern Gehör verschaffe. Er stehe für Nachhaltigkeit in der Politik wie in der täglichen Arbeit: „Überhastete Aktionen sind ein schlechter Ratgeber.“ Er wolle die 25 Punkte seines Wahlprogramms einen nach dem anderen abhaken – „soweit der Stadtrat mitspielt“. Als Nahziel gab er mehr Ruhe und Sachlichkeit in der öffentlichen Diskussion aus und eine Ordnung der städtischen Finanzen. Er möchte aber langfristig Neues und Unbekanntes wagen, denn: „Landsberg kann mehr.“
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