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26. April 2010 06:03 Uhr

Eis und Pralinen waren der Renner

Landsberg Was für ein Andrang. Die Innenstadt drohte gestern Nachmittag für kurze Zeit aus allen Nähten zu platzen. Freuen durften sich vor allem die Eisverkäufer und die Cafébesitzer. Die Einzelhändler machen traditionell an verkaufsoffenen Sonntagen nicht den großen Reibach. Die Besucher aus nah und fern waren vor allem zum Bummeln nach Landsberg gekommen. Der Französische Markt wurde dabei von vielen Gästen als willkommene Abwechslung gesehen. Von Thomas Wunder

Eis und Pralinen waren der Renner
Foto: ALFA

6,5 Meter lange Praline

Richard Schweiger aus Landsberg wird das französische Lebensgefühl bald hautnah spüren dürfen. Er ist der Hauptgewinner der Verlosung, die am Samstagnachmittag viele Besucher auf den Hellmairplatz lockte. Michael Dillinger von der Chocolaterie präsentierte dort eine gut 6,5 Meter lange Pyramidenpraline, wahlweise aus Vollmilch- oder Zartbitterschokolade. Wer ein kleines Stückchen erwarb, nahm an der Verlosung teil. Der Erlös des Verkaufs kommt der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, zugute.

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Die Aktion kam offenbar gut an, den Michael Dillinger musste noch weitere drei Meter nachliefern. Der Hauptpreis ist eine Reise nach Paris für zwei Personen, die Jeannick Oertelt von "Bagages - Taschen und Schuhe" gespendet hatte. Richard Schweiger kennt zumindest das bekannteste Bauwerk der französischen Hauptstadt. Wie seine Frau dem Landsberger Tagblatt verraten hat, hat er vor Kurzem ein Modell des Eiffelturms aus Zündhölzern gebastelt. Ob Schweiger dann auch Mireille Mathieu sehen wird? Gelegenheit dazu hatte er am Samstagabend. Allerdings trat am Hellmairplatz nur ein Double der Sängerin auf.

Die Fieranten des Französischen Marktes verkauften eigenen Angaben zufolge in erster Linie am Sonntag Wurst und Käse. Einigen Besuchern war das Angebot zu wenig abwechslungsreich. Vielleicht lag das auch daran, dass der Betreiber eines Crêpe-Standes bereits am Freitag wieder abgereist war. Ihm hatte der Standort vor der Johanniskirche nicht zugesagt, meint Horst Brauner, der Geschäftsführer des Französischen Markts. Auch Brauner war anfangs unzufrieden, weil es Probleme mit dem Marktamt (LT berichtete) und dem Stromanschluss gab. Brigitte Holler vom Verein City Management spricht von einem Missverständnis. Zunächst habe Brauner einen Anschluss für Starkstrom gefordert, was sich später als unnötig herausgestellt habe.

Werbung fürs Geschäft

Unzufrieden mit dem Aufbau der Stände und der Organisation zeigte sich Daniel Fey von Alba Moda im Vorderanger. Ein Stand wurde direkt vor seinem Geschäft platziert. Nach langem Hin und Her sei zumindest die Abdeckung der Rückwand abgebaut worden. Dennoch beklagte er Umsatzeinbußen. Eher als Werbung für ihr Geschäft versteht Angelika Höfler Französischen Markt und verkaufsoffenen Sonntag.

"Die Kunden finden es schön", sagt die Inhaberin von Limoni Living. Gekauft werde vielleicht in den nächsten Tagen.

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