Ein kleiner Biergarten kommt weg und eine Wirtschaft macht zu. Im November 2010 eröffnete in Landsberg das „Wirtshaus am Lech“, zum 14. Mai schließt es seine Pforten wieder. Eigentümer Charlie Fischer hatte die Wirtschaft mit Biergarten übernommen und muss als Folge eines Rechtsstreits die kleine Außenterrasse mit 40 Plätzen wieder abbauen.
Grund für Doris Dömel, die Chefin des Wirtshaus am Lech, und ihren Lebensgefährten Charlie Fischer, nun auch das Wirtshaus zu schließen und es weiter zu verpachten. „Wir haben sehr viel Arbeit in die Einrichtung gesteckt, zwei Monate umgebaut und uns sehr engagiert, aber der Ärger in der letzten Zeit war erschreckend“, so Fischer.
Grund des Ärgers: Er sei davon ausgegangen, dass er die Gaststätte mit Außenterrasse erworben habe, sagt Fischer. Ursprünglich seien auf dieser Fläche Parkplätze vorgesehen gewesen. Doch schon der Vorbesitzer habe 2004 eine Nutzungsänderung in eine Außenterrasse direkt am Lech beantragt.
Ohne Terrasse nicht die Sommermonate überstehen
Beim Kauf ging Fischer davon aus, diesen Biergarten tatsächlich nutzen zu können. Der Verkäufer der Gastwirtschaft habe ihm nicht gesagt, dass der Eigentümer des kleinen Grundstückes sein Einverständnis dafür bereits 2009 zurückgezogen habe. „Grundstückseigentümer Konrad Schmid hat die Schließung zuerst auch nicht weiterverfolgt“, sagt Fischer. Er überlegt nun, ob er aus diesem Grund den Kaufvertrag für die Wirtschaft rückabwickeln könne. „Denn ohne die Terrasse kann man die Sommermonate als Speisewirtschaft nicht überstehen“, sagen Fischer und Dömel.
Vor Gericht wurde nun entschieden, dass Fischer den Biergarten schließen muss.
Mehr zu den Hintergründen in der Printausgabe des Landsberger Tagblatts.