Ummendorf (res) - Innovativen Energien gegenüber ist die Gemeinde Pürgen stets aufgeschlossen - wenn auch im vergangenen Jahr Freiflächenfotovoltaikanlagen aus Gründen des Landschaftsschutzes per Grundsatzbeschluss verboten wurden. Neuestes Projekt in der Gemarkung Pürgen ist ein Energiewald bei Ummendorf. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung der Voranfrage einer Grundstücksbesitzerin zu. Auf einer Fläche von rund vier Hektar sollen, unter Einhaltung der gesetzlichen Abstandsflächen, schnell wachsende Gehölze angepflanzt werden. Je nach Sorte erzeugen Bäume wie Pappeln oder Weiden mit einer maximalen Stammdicke von zehn bis 15 Zentimetern Brennstoff für Hackschnitzelheizanlagen.
Bürgermeister Klaus Flüß hatte im Vorfeld der Diskussion im Gemeinderat bereits Erkundigungen beim Wasserwirtschaftsamt eingeholt. "Die Baumwurzeln festigen den Boden, es entsteht kein Nachteil für den angrenzenden Graben", teilte er den Gemeinderäten mit. Herabfallende Äste oder Laub könnten die Nachbargrundstücke nicht verunreinigen, da die Bäume innerhalb eines drei Meter breiten Rings entlang der Grundstücksgrenze angepflanzt werden müssten, sagte der Rathauschef weiter.
Rolle des Vorreiters
Die Antragstellerin (Name der Redaktion bekannt), sagte, sie sei stets auf der Suche nach Möglichkeiten, "die Flächen in unserer schönen Kulturlandschaft möglichst gut zu versorgen". Außerdem meinte sie: "In der Landwirtschaft hat es schon immer Nischen gegeben, in denen sich ein Landwirt betätigen kann. War er erfolgreich, hat er Nachahmer gefunden, war er ohne Erfolg, wurde er verlacht." Der Voranfrage im Gemeinderat wird nun ein Antrag folgen. Damit dieser genehmigt werden kann, ist eine Beteiligung der Fachbehörden und betroffenen Grundstücksbesitzer erforderlich, wie Bürgermeister Flüß das weitere Vorgehen skizzierte.
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