Landsberg Mit rund 130 Gästen feierten Charlotte und Mark Huttner die Eröffnung ihres Schmuckladens mit Goldschmiede, "Gallo & Vincenti", in der Hubert-von-Herkomerstraße 115 in Landsberg. Auf der Suche nach einem Firmennamen, der in allen Sprachen wohlklingend und einprägsam sein sollte, stöberten die Unternehmensgründer in ihren Familienchroniken und stießen auf den Geburtsnamen von Charlotte Huttners Vater und den Mädchennamen von Mark Huttners Mutter und verbanden diese zu "Gallo & Vincenti".



Die Goldschmiede mit Verkaufsraum ist das Ergebnis einer mehr als vierjährigen Renovierungsarbeit, bei der die Eheleute fast überall selbst mit Hand anlegten. So stammt das Ladenkonzept zur Gänze von Charlotte Huttner, wurde von Nicole Metzger aus dem Architekturbüro BauKunstHaus umgesetzt und durch verschiedene Landsberger Handwerksbetriebe realisiert. Liebevoll zusammengesucht sind nicht nur Einzelstücke der Werkstatteinrichtung, sondern beispielsweise auch der Fußboden, den die beiden Inhaber second hand im Internet ersteigerten, selbst ausbauten und in Landsberg wieder neu verlegten.
Wie Gemälde, aber in der Wand versenkt
Wie Gemälde sind die in der Wand versenkten Schmuckvitrinen umrahmt und betonen den Geist des Ladengeschäfts, als Schmuckgalerie. Handgefertigte Preziosen von mehr als acht verschiedenen Gold- und Silberschmieden aus Deutschland, England und Schottland werden hier ausgestellt und verkauft.
Um ein breiteres Spektrum an Stilen präsentieren zu können und sich auch preislich in unterschiedlichen Kategorien zu bewegen, haben sich Charlotte und Mark Huttner zu dieser Vielfalt entschlossen. Schmuck von Sarah Parker-Eaton, Ruth Tomlinson, Marion Anderson, Pura Ferreiro, Sabine Ring-Kirschler und Anne Gericke wird derzeit mit angeboten. Dennoch liegt das Hauptaugenmerk auf den Arbeiten von Mark Huttner selbst, der seine Werkstatt in den hinteren Räumen des Hauses eingerichtet hat. 1969 in Weilheim geboren, studierte Mark Huttner, wie auch seine Frau Charlotte, am renommierten College Central St Martins in London und schloss die Ausbildung zum Bachelor Jewellery Design mit Auszeichnung ab.
Mondstein und Aquamarin
Gestalterisch liebt der Goldschmied traditionelle Produktionstechniken wie Ziselieren und Gravieren, wodurch er fein gehämmerte Oberflächen entstehen lässt. Turmalin, Mondstein, Aquamarin oder Brillanten sind die Edelsteine, die er in seinen Schmuckentwürfen am häufigsten verwendet.
Gefasst werden die Steine in Gold, wie auch dem schwer zu verarbeitenden Platin, das es bei Mark Huttner sogar in aufwendig polierter Form gibt. Um seine Handwerkskunst weiterzuführen, plant der Goldschmied in naher Zukunft einen Ausbildungsplatz einzurichten.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: