Landsberg Das Stadttheater Landsberg bekommt einen neuen Theaterleiter, der - wenn die Zusammenarbeit klappt - längerfristig dort arbeiten könnte. Florian Werner (bekannt von der "landsberger bühne" und als Spielleiter der "Waaler Passion") wird ab 1. September gemeinsam mit Theaterleiter Ludwig Frey an dem Frühjahrsprogramm arbeiten. Frey geht aus gesundheitlichen Gründen schon im Dezember 2009 - und nicht wie geplant 2010 - in den Ruhestand. Von Alexandra Lutzenberger
"Diese Situation hat schnelles Handeln erforderlich gemacht", sagt Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD), der heute Nachmittag dem Ältestenrat und den Fraktionssprechern die neue Lösung vorstellen wird. Die Arbeitsgruppe Theater gibt es nicht mehr: "Sie hat ihre Aufgabe erfüllt und Ziele für das neue Theater gesteckt. Ich habe sie deshalb aufgelöst", so der OB. In einem Arbeitspapier wurden die Ziele festgelegt, deren oberstes Präambel "Qualität vor Quantität" heißt.
Durch die Krankheit Freys sei eine andere Situation entstanden, so Lehmann. "Das Ziel war, eine kurzfristige Entlastung zu schaffen, denn die Planungen fürs Frühjahr stehen an." Deshalb habe man Florian Werner kontaktiert, der bei der Stadt bekannt sei. Zunächst gebe es mit ihm einen Werkvertrag, aber daraus, so Lehmann, könne sich auch mehr entwickeln, wenn man merke, dass man zusammenpasst.
Vorstellung heute bei einer Pressekonferenz
Werner wird sich in einem Pressegespräch am heutigen Dienstag der Öffentlichkeit vorstellen. "Bei ersten Gesprächen mit dem neuen Theaterleiter haben wir schon festgestellt, dass es viele übereinstimmende Betrachtungsweisen gibt." Werner inszeniert für die "landsberger bühne" im Winter "Pygmalion" im Stadttheater. "Ein glückliches Zusammentreffen", so der Oberbürgermeister. So werde deutlich, dass man auch auf Bodenständiges setze und das künstlerische Potenzial vor Ort nutzen wolle.
Formell könne er alleine den Werkvertrag mit Werner abschließen, aber er wolle die Fraktionen mit einbeziehen, zumal die Möglichkeit bestehe, dass sich mit Werner etwas Dauerhaftes ergebe. "Schon um den Vorwurf zu entkräften, ich würde hier einen Theaterleiter durch die Hintertüre einführen", sagt Lehmann, wolle er den Stadtrat bei der Entscheidung dabei haben. Werner sei seiner Meinung nach der richtige Mann, um auch die Kontakte mit den anderen im Theater arbeitenden Kulturschaffenden weiterzuführen und auszubauen. Lehmann sprach unter anderem auch die Zusammenarbeit mit dem Filmforum, Edmund Epple von Discy und Ralf Weikinger an. "Sie alle können auch weiterhin anstatt eines runden Tisches Kultur beratend tätig werden."
Arbeitskreis Stadttheater wurde aufgelöst
Wichtigstes Ergebnis des nun aufgelösten Arbeitskreises ist die Ausrichtung auf ein Mehrspartenhaus. Im Arbeitspapier wird das wie folgt formuliert: "Das künstlerische Angebot im Theater muss breit und vielseitig sein." 3. Bürgermeisterin und Kulturreferentin Sigrid Knollmüller (CSU) freut sich auf die Zusammenarbeit mit Werner und hält ihn für einen "kompetenten Mann". "Ich habe ihn in Waal erlebt und hoffe auf eine gute Lösung." Über die Auflösung des Arbeitskreises Stadttheater, so Knollmüller, seien die Mitglieder noch nicht informiert worden. »Kommentar
Stellungnahmen Weitere Berichte und Stellungnahmen aus den Fraktionen und von Kulturschaffenden lesen Sie im Kulturteil unserer Zeitung, Seite 24.
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