Samstag, 18. Mai 2013

15. April 2012 16:30 Uhr

Mobilfunk-Kritiker

Funkstille bei der „Funkstille“

Geltendorfer Verein löst sich nach 14 Jahren Bestehen auf

Der Geltendorfer Verein „Funkstille“ löst sich auf. Einen entsprechenden Beschluss haben die Mitglieder gefasst. Als Grund für die Liquidation nannte Zweiter Vorsitzender Horst Kürschner auf Nachfrage des LT, dass es für den Verein zuletzt keine aktuellen Anlässe mehr gegeben habe, tätig zu werden. Auch das Interesse der rund 25 Mitglieder sei sehr zurückgegangen: „Die letzte Versammlung wurde von den drei Vorständen und einem weiteren Mitglied besucht, das war dann schon alles“, berichtet Kürschner.

Der Verein „Funkstille“ war 1997 gegründet worden, als überall im Lande die ersten Mobilfunkmasten aufgestellt wurden. Konkret ging es damals um die Sendeanlage bei Petzenhofen. Die Mobilfunkkritiker initiierten ein Bürgerbegehren, um die Gemeinde zu verpflichten, alle rechtlich vertretbaren Möglichkeiten zu ergreifen, um weitere Mobilfunkanlagen im Gemeindegebiet zu verhindern. Der Sendemast in Petzenhofen wurde dennoch gebaut, und im Rückblick bewertet die „Funkstille“ selbst das damals erfolgreiche Bürgerbegehren „möglicherweise als Eigentor“, wie es in einem abschließenden Bericht des Vereins heißt. Wäre die damals abgelehnte „Großanlage“ zwischen Geltendorf und Türkenfeld gebaut worden, hätte diese die Einwohner wohl einer geringeren Mobilfunkstrahlenbelastung ausgesetzt als die später in der Ortsmitte errichtete Anlage, so die heutige Einschätzung der „Funkstille“. Außerdem habe das Bürgerbegehren dazu geführt, dass für Sendeanlagen keine Flächen ausgewiesen wurden. In der Folge wurde dann in der Bahnhofstraße ein Mast auf einem Haus gebaut.

ANZEIGE

Schließlich habe der Verein aber umgedacht und sei von seinem ursprünglichen Ziel einer „Verhinderung“ abgekommen und habe versucht, eine „Schadensminimierung“ zu erreichen. In diesem Zusammenhang sieht es Kürschner als Erfolg an, dass der Gemeinderat 2008 auf Antrag der „Funkstille“ beschlossen hat, künftige Sendeanlagen auf einem sogenannten „Standort H“ südwestlich der Bahnhofstraße zu konzentrieren, um die Immissionen in besiedelten Bereichen möglichst gering zu halten.

Mit dem noch vorhandenen Vermögen der „Funkstille“ von rund 1000 Euro will der Verein neuerliche Strahlenmessungen in der Gemeinde mitfinanzieren, was dann noch übrig bleibt, soll den Kindergärten in der Gemeinde zugutekommen, erklärt Kürschner.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Schlagworte

Geltendorf

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Hauptplatzumbau in Landsberg (Phase 2)

Hauptplatzumbau in Landsberg


Veranstaltungen vom 18.05.2013
Partnersuche