Samstag, 24. Juni 2017

Landsberg

28. Februar 2017 14:58 Uhr

Konzert in Landsberg

Gehauchte Worte bis zur Stille

Die Neuseeländerin Nadia Reid beherrscht die ruhigen Töne. Das beweist sie im Stadttheater. Von Romi Löbhard

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Nadia Reid besang eigene Erlebnisse und die ihrer Mitmenschen.
Foto: Thorsten Jordan

Kommt nach der lauten Sause die stille Nachdenklichkeit, sind nach gedankenlosem, fröhlichem Lärmen das Gehirn wieder zugeschaltet und der Geist offen für die essenziellen Fragen des Lebens? Beim jüngsten Konzert im Landsberger Stadttheater, am Tag nach dem Lumpigen, hatte es fast den Anschein. Auf der Bühne im etwa zur Hälfte besetzten Theatersaal stand eine junge Frau, die in sentimental-melancholischer Grundstimmung, in angenehmer Tonlage, eigene Erlebnisse und die anderer Menschen besang.

Edmund Epple hat gutes Gespür bewiesen, als er die aus Neuseeland stammende Liedermacherin Nadia Reid auf ihrer Europatour auch nach Landsberg lotste. Die 25-Jährige verzichtet auf der Bühne auf jeglichen Schnickschnack. Eine kleine Anlage, zwei Gitarren, dazu Gitarrist Sam Taylor als rücksichtsvoller Begleiter, das genügt ihr als Präsentation. Und auch sie selbst konzentriert sich nur auf Musik und Text. Ganz ruhig steht sie da, lässt ihre Gitarre singen und schlängelt sich mit ihrer Stimme durch die sanften Harmonien.

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Bei Nadia Reid ist das Instrument in der ihm von Haus aus zugedachten Rolle, von der Gitarre kommt die Musik. Mit ihrem Gesang produziert sie auf eigenartige Weise wundervolle Stimmungen. Gefühlsausbrüche sind selten und werden mit Mehrfachwiederholungen dokumentiert. Wichtig und wirklich beeindruckend sind die gehauchten Worte, die Nadia Reid auf eine ganz spezielle Weise bis zur völligen Stille verklingen lässt. Mal wirken sie wie der letzte Hauch eines Sterbenden, mal deuten sie mit ahnungsvollen Bluenotes eine fragende Tristesse an. Immer aber sind die Akkorde und Melodien vom Instrument ebenbürtige Partner, die schonungslose, ohne jeglichen ausschmückenden Füllwortballast auskommende Schilderungen umgarnen und Ecken und Kanten glatt schleifen, um sie erträglich zu machen. Kommt es besonders arg, dann streut die Neuseeländerin ein ebenso knappes, humorvolles Sätzchen dazwischen. 

Von Nadia Reid ist 2014 eine erste Scheibe mit dem Titel „Listen to Formation, Look for the Signs“ erschienen. Ihr aktuelles Album „Preservation“ ist druckfrisch in den Plattenläden.

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