Ammersee-West (smi) - Am Starnberger See hat die Jagd auf Gänse zu Protesten von Badegästen geführt, wie der Presse zu entnehmen ist, am Ammersee erfolgt die Bejagung des Federviehs dagegen ohne große Reaktion aus der Bevölkerung. Wie berichtet, wurde von den Pächtern für das Seerevier eine Schonzeitverkürzung beantragt. Laut deren Sprecher Erwin Tarlisch dürften Grau- und Kanadagänse jetzt durchgehend bis 15. Januar geschossen werden.

In Utting wurden sie im südlichen Bereich der Seeanlagen, "auf Staatsgrund geschossen", so Karl Sauters Information, der den ersten Bürgermeister Josef Lutzenberger derzeit vertritt. Obwohl er nicht weit wohne, habe er von der Aktion nichts mitbekommen. "Mir ist beim Laufen nur aufgefallen, dass die Gänse weg waren", so Sauter. Kritik gebe es von einigen Tierliebhabern, "ich denke aber für viele Leute ist es in Ordnung". In Utting hatte man zuvor schon versucht, mittels eines Balken am Uferrand die Gänse vom Betreten des Summerparkes abzuhalten - ohne Erfolg.
"Bei der Population an Starnberger See und Ammersee wird man noch nicht so schnell etwas am Bestand merken", so Tarlisch. Die Tiere verhielten sich sehr unterschiedlich, dass weniger angetroffen werden, könne auch jahreszeitlich oder witterungsbedingt sein. Sicherlich gebe es auch Kritiker. Er schätzt aber, dass 90 Prozent für einen Abschuss der Tiere seien, die Anlagen verkoten und auch für das Schilf ein Problem bedeuten. Bejagt würden die Tiere im Verlandungsbereich am Ufer. "Auf der Mitte des Sees kommt man nicht an sie heran, da ist die Fluchtdistanz zu groß."
Ein einzelner Jäger kann wenig ausrichten
Grundsätzlich sind der frühe Morgen und der Abend die Stunden der Jagd, so auch bei den Gänsen. Es seien immer mehrere Jäger notwendig, "es richtet sich nach der Anzahl der Vögel". Wenn ein einzelner Jäger auf 30 bis 40 Gänse treffe, könne er höchstens ein bis zwei schießen, der Rest werde vergrämt. So tun sich mehrere der Seejäger zusammen, laut Tarlisch wurden bis jetzt 30 Stück geschossen. Wichtig sei es, die Jagd so zu gestalten, dass wenige Menschen tangiert würden. "Es darf niemand gefährdet werden."
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