Geltendorf Auch in den Geltendorfer Ortsteilen Hausen, Kaltenberg, Petzenhofen und Walleshausen soll bis Herbst 2011 das Internet beschleunigt verfügbar sein. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde bekannt gegeben, dass die Deutsche Telekom mit der Schaffung der technischen Voraussetzungen beauftragt werden soll. Eine förmliche Auftragsvergabe kann jedoch erst erfolgen, wenn die Gemeinde einen Zuschussbescheid der Regierung in der Hand hält. Dies dürfte laut Breitbandpaten Robert Lampl aus der Gemeindeverwaltung bis September/Oktober der Fall sein.
Ausgangspunkt des Glasfaser-Ausbaus soll eine Leitung sein, die die Telekom ohnehin vom Knotenpunkt am Heuweg durch den Wald bis Kaltenberg und von dort aus entlang der Staatsstraße nach Schwabhausen verlegen will. Von Kaltenberg aus gibt es auch bereits ein Leerrohr entlang der Geltendorfer Umgehungsstraße, in dem die Glasfaserverbindung nach Hausen verlaufen soll. Ein zweiter Strang soll über die Kreisstraße nach Walleshausen führen. Die Verbindung zu den einzelnen Häusern soll von den örtlichen Kabelverzweigern über das vorhandene Kupfernetz erfolgen. Auf diesem Wege sollen, so das Angebot der Telekom, 98 Prozent der Haushalte eine Übertragungsrate von mindestens sechs Megabyte pro Sekunde in Anspruch nehmen können.
Insgesamt, so Lampl weiter, waren nach Ausschreibung sieben Angebote eingegangen. Mit dem Konzept der Telekom sei keines vergleichbar gewesen. Die angebotenen Lösungen hätten nicht den Bedürfnissen von Gewerbetreibenden und an Heimarbeitsplätzen Tätigen entsprochen. Kosten wird der Breitband-Anschluss rund 330 000 Euro, der in Aussicht stehende Staatszuschuss beläuft sich auf 100 000 Euro.
Keine Veränderung in Geltendorf und Wabern
Nicht berücksichtigt wird durch diese Breitband-Aufrüstung Wabern. Dieser Ort würde bei Bedarf über Egling erschlossen, zu dessen Vorwahlbereich das Dorf gehört, erklärt Lampl. Außerdem habe sich dort kein Bedarf nach einer höheren Datengeschwindigkeit ergeben.
Unverändert wird vorerst auch die Breitband-Versorgung in Geltendorf bleiben, wo die Übertragungsrate laut Lampl teilweise bei unter zwei Megabyte pro Sekunde liegt. Die Telekom betrachte die Situation hier im Augenblick nicht für "ausbauwürdig". Denkbar wäre jedoch ein späterer Weiterbau in der Bahnhofstraße, wenn diese ausgebaut wird. (ger)
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: