Sonntag, 24. September 2017

Landsberg

02. Mai 2013 17:32 Uhr

Richtfest

Graue Haare und zerbrochene Gläser

Der Gemeinde- und Pfarrsaal in Leeder nimmt Gestalt an. Von Daniela Hollrotter

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In luftiger Höhe gaben die Zimmerer ihren Richtspruch zum Besten. Unten ist der Apfelbaum zu sehen, den sie als Richtfestbaum mitgebracht hatten.
Foto: Daniela Hollrotter

Das neue Gebäude soll „lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde“ werden und „allen gehören“ – zumindest wenn es nach dem Richtspruch geht, den die Zimmerer der Firma Taufratshofer Bichtele in luftiger Höhe vor zahlreichen Gemeinderäten, Handwerkern, Firmenvertretern und Vertretern der Kirche in Leeder erschallen ließen. Sie mahnten aber auch, pfleglich mit dem Pfarr- und Gemeindesaal umzugehen und erbaten Gottes Segen für die Baustelle, die Bürgermeister Erwin Karg „ein paar graue Haare“ eingebracht hat und die eigentlich nur durch einen Zufall entstanden ist.

Der Neubau nahe der Leederer Grundschule ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die frühere Kirchenpflegerin Ingeborg Völk gleichzeitig im Rathaus arbeitet, erzählte Bürgermeister Erwin Karg beim Richtfest. So erfuhr er, dass die Diözese 340000 Euro in die Sanierung des alten Pfarrheims stecken wollte, die aber auch „nichts Gescheites“ ergeben hätte.

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Stattdessen schlug die Gemeinde vor, das alte Gebäude zu verkaufen und gemeinsam einen Neubau anzugehen. Die Hälfte der auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzten Kosten wollte die Gemeinde einbringen – und das Grundstück dazu.

Letzteres bereitete allerdings Probleme und Mehrkosten von rund 50000 Euro, da die vermeintlich solide Wiese offenbar vor mehreren hundert Jahren mit alten Ziegeln aufgefüllt worden war. Nach einer turbulenten Gemeinderatssitzung schalteten sich das Landratsamt sowie das Landesamt für Denkmalpflege ein und es gab sogar eine „Kampfmittel-Sondierung“, so Karg. Auch die Bauarbeiten selbst verliefen „nicht einfach“, erinnerte der Bürgermeister: Sonnentage waren zum Leidwesen der Maurer äußerst rar und der Dachstuhl konnte wegen der schlechten Witterung nicht mehr vor dem Winter errichtet werden. Dadurch lag bis vor wenigen Wochen noch Schnee im Rohbau. Nun sei dieser „sehr feucht“ und müsse gut gelüftet werden.

Karg war jedoch „froh, dass wir so weit gekommen sind“ und bedankte sich bei allen Handwerkern sowie bei Architekt Johannes Wolffhardt und Statiker Hans-Dieter Mühlberg.

Letzterer habe die Schrauben „sehr eng gesetzt“, sodass man sich nun sehr sicher fühlen könne in dem neuen Gebäude, das neben dem großen Saal für rund 150 Personen auch eine Wohnung, zwei Gruppenräume, Küche und Sanitäranlagen beherbergt. Der Bürgermeister hofft nun, dass die „nicht leichte“ Baustelle weiterhin gut verläuft und der Wunsch von Dekan Oliver Grimm, das Einweihungsfest am 6. Oktober zu begehen, in Erfüllung gehen kann.

Die Rotweingläser, die die Zimmerer nach dem Richtspruch traditionell vom Dach warfen, zerschellten jedenfalls artig – und schufen damit ein gutes Omen für den neuen Pfarr- und Gemeindesaal.

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