Alfred kann lächeln und die Mundwinkel hängen lassen, er runzelt die Stirn und spannt die Halsmuskeln. Alfred zeigt Freude, Ärger, Furcht, Traurigkeit, Überraschung. Dies alles gewissermaßen auf Knopfdruck. Denn Alfred ist eine virtuelle Figur, konstruiert von Bernhard Falk als Masterarbeit am Uni-Lehrstuhl für Multimedia-Konzepte und Anwendungen (Prof. Elisabeth André).
Der Witz an Alfred - das ausdrucksstarke Gesicht "borgte" ein Schauspieler - ist seine intuitive Steuerung, die mit dem Datenhandschuh oder mit einer Spielkonsole bedient werden kann. Buchstäblich im Handumdrehen wechselt die Figur ihre emotionale Stimmung. Auf 25 verschiedene, simulierte Gesichtspartien kann Einfluss genommen werden. "Man könnte einzelnen Buchstaben auch eine bestimmte Mimik unterlegen, um mit Alfred Texte zu synchronisieren", weist Bernhard Falk auf Perspektiven seiner Entwicklung hin. Zunächst einmal kommt Alfred als Figur für virtuelle Spiele in Betracht.
Sehr beeindruckende Spielewelten erzeugen Prof. Andrés Studenten mit Multitouch-Technik. Ganz ohne Maus und Tastatur können die Benutzer mitspielen. Die Berührungen und Bewegungen ihrer Hände auf der Glasplatte genügen. So lässt es sich in Räume zoomen und darin navigieren. Da gilt es, in einer Pyramide eine alte Hyänengottheit wiederzubeleben. Durch geschicktes Platzieren von Spiegeln sind einer Mumie fliegende Schafe als Opfergaben zuzuführen, was schnelle Reaktion und einiges Ausprobieren erfordert, denn es gibt diverse Überraschungen im Spielverlauf. (loi)
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