Landsberg Preisverleihungen und Ehrungen sind manchmal eine sehr trockene und langatmige Geschichte. Doch auf die Verleihung der Kulturförderpreise des Landkreises Landsberg kann man sich wirklich freuen. Den Organisatoren ist eine bunte und vielseitige Veranstaltung gelungen, auf der die Preisträger und ihre Leistungen im Mittelpunkt standen. Von alexandra Lutzenberger



Die Redner hielten sich kurz, wenn es mal länger wurde, hatten sie Esprit und so konnten die Zuhörer im Landsberger Stadttheater einen Ballett- und Musikabend mit hohem Niveau erleben. Der Preis ist mit 1250 Euro aus der Sparkassenstiftung der Sparkasse Landsberg-Dießen dotiert.
Landrat Walter Eichner lobte nicht nur das hohe Talent der jungen Musiker, Sänger und Tänzerinnen, sondern dankte in seiner Rede auch dem Kulturbeirat, der eine gelungene Auswahl getroffen habe. "Wir haben im Landkreis viele Talente, deshalb ist die Arbeit in diesem Kreis sehr wichtig, es wird nicht gestritten, aber stundenlang diskutiert, bis die Gewinner feststehen", so Eichner. Durch den Abend führte unterhaltsam Axel Flörke, der die ein oder andere lustige Episode aus dem Leben der Preisträger zu erzählen wusste, die gleichzeitig aber auch ihr großes Durchhaltevermögen und ihre Ausdauer demonstrierten, beispielsweise, wenn bei Maria Engel beim Tanzen noch eine Nadel im Kleid steckte.
Tanz bewegt die Seele des Menschen
Dass "Tanz die Kunst ist, die die Seele der Menschen am meisten bewegt", wie es Laudatorin Beatrix Klein in ihrer Rede zitierte, das bewiesen dann die beiden Kulturförderpreisträgerinnen Maria Engel und Laura Schmid. Maria konnte man live erleben und war von ihrer Vielseitigkeit beeindruckt, besonders im Solo "Der Tanz" konnte sie überzeugen. Laura Schmid hatte zeitgleich ein Engagement und so sah man einen Filmbetrag, der deutlich machte, welches Potenzial in ihr steckt. Choreografin Dorothée Claasens sprach über das "talentierte Kind", das ihrer Meinung nach für Musik und Bewegung geboren wurde. "Sie ist künstlerisch wie menschlich hochbegabt, wenn nichts ihren Weg behindert, wird ihr Stern aufgehen." Für Daniel Holzhauser hielt sein Klavierlehrer Dr. Maximilian Hofbauer gemeinsam mit Gesangslehrerin Marie Schmalhofer die Laudatio. Er stellte mit viel Esprit die Liebe zur Musik des jungen Künstlers dar, "wobei ich für die vergangenen zwölf Jahre pro Jahr mindestens eine Minute brauche". Allein 30 Medaillen in Musikwettbewerben habe Holzhauser erhalten. Hofbauer lobte in diesem Zusammenhang stellvertretend für das Engagement vieler Eltern, musikalisch begabter Kinder, Heidi Holzhauser. Sie sei "die Traumschülermutter des Jahrhunderts". Maximilian Höcherls Auftritt setzte am Ende noch mal einen neuen Akzent. Er ist nicht nur als Hornist und am Klavier ein Könner, sondern brachte mit seinem Gesang "The shadow of your smile" den ganzen Saal zum Swingen und Jazzen. Da konnte man sich nur wünschen, mehr von ihm zu hören. Sein Vater hatte in Vertretung des Musiklehrers die Laudatio gehalten.
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