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07. Juni 2009 21:50 Uhr

Hurlach bleibt Hochburg der CSU

Landsberg (wu) - Bei einer Wahl im Landkreis Landsberg gibt es einige Konstanten. Dies bestätigte gestern die Europawahl. Ihr bestes Ergebnis fährt die CSU fast schon traditionell in Hurlach ein, während die Grünen Spitzenwerte entweder in Utting oder in Schondorf erzielen und die SPD in Reichling kaum gewählt wird. Überraschungen fehlen aber auch nicht. So holte die ÖDP in Egling fast 15 Prozent und ließ dort sogar die Bayernpartei hinter sich.

Am fleißigsten gewählt wurde gestern in Eresing (56,41 Prozent), dem Wohnort von CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Thomas Goppel, sowie in Egling (54,92) und Utting (54,43). Wie bei den Wahlen zuvor gingen in Landsberg (40,87) am wenigsten Bürger zu Wahl, dicht gefolgt von Obermeitingen (41,08).

Der Norden und Nordwesten des Landkreises bleibt Hochburg der CSU. In Hurlach (66,05) und Scheuring (63,23) gelang sogar der Sprung über die magischen 60 Prozent. Davon können die Christsozialen am Ammersee nur träumen. In Schondorf reichte es nur zu 39,46 Prozent der Stimmen. Wie schon bei der Landtagswahl blieb die CSU auch in Rott (44,64) deutlich unter dem Schnitt im Landkreis, während in den Nachbargemeinden deutlich bessere Ergebnissen erzielt wurden.

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Die zweite Kraft im Landkreis sind die Grünen - und nirgends sind sie es so deutlich wie in Utting (23,70) und Schondorf (22,07). Dort, wo die CSU am stärksten ist, schwächeln die Grünen - in Hurlach (4,14) und in Scheuring (6,01). Überraschend gut fiel das Ergebnis dagegen in Igling (14,66) aus.

Erstmals seit langer Zeit drittstärkste Partei im Landkreis darf sich die FDP nennen. In Eching (15,17) und Schondorf (14,46) holten die Liberalen am meisten Stimmen. Im Heimatort des Kreisvorsitzenden Markus Wasserle in Windach immerhin noch 10,72 Prozent. Im Süden gibt es Nachholbedarf. Den Tiefpunkt erreichte die FDP in Kinsau (5,05) und Apfeldorf (5,75).

Mehrere Tiefschläge muss die SPD verdauen. Unter vier Prozent in Reichling (3,54), knapp drüber in Hurlach (4,14). In den zweistelligen Bereich kamen die Genossen in acht Orten, dabei nur in Kaufering (11,32) und Geltendorf (11,25) klar über zehn Prozent.

ÖDP in Egling auf Platz zwei

Für Besonderheiten sorgten etliche kleine Parteien. Die ÖDP (14,60) ist in Egling hinter der CSU (50,16) zweitstärkste Kraft, was den Freien Wählern in Kinsau (10,68) nur knapp nicht gelang. Die Bayernpartei behauptete ihren Schwerpunkt in Egling (8,56) und Thaining (6,94), während sich in Schondorf (0,49) und Igling (0,77) nur wenige für die Bayernpartei erwärmen konnte.

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