Dienstag, 26. September 2017

Landsberg

22. Februar 2011 10:40 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt

JVA Landsberg: Zwei Suizide innerhalb weniger Tage

In der JVA Landsberg wurden zwei Häftlinge tot in der Zelle aufgefunden. Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Kripo.

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Der Haupteingang der JVA Landsberg

Innerhalb von nur wenigen Tagen haben sich in der Justizvollzugsanstalt Landsberg zwei Gefangene das Leben genommen. Dies bestätigten am Montag sowohl die Leiterin der JVA Landsberg, Monika Groß, wie auch der Pressesprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai, auf Anfrage des Landsberger Tagblatts.

Monika Groß zeigte sich noch gestern sehr betroffen über die Vorfälle, bei denen zwei Männer aus dem Leben schieden. Der jüngere der beiden hatte sich bereits am Freitag vor einer Woche in seiner Einzelzelle mit einem Teil des Bettlakens erhängt. Der Gefangene, so berichtet Monika Groß, sei offensichtlich sehr schnell nach dem Vorfall aufgefunden worden und auch entsprechende Reanimationsmaßnahmen durchgeführt worden. Der Mann sei aber nicht mehr zu retten gewesen.

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Auch der 28-Jährige habe sich in der Nacht des darauf folgenden Sonntag auf Montag auf die gleiche Weise das Leben genommen, was  allerdings erst am Morgen darauf entdeckt wurde. In beiden Fällen sei sofort die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck tätig geworden, die Staatsanwaltschaft in Augsburg nahm die Vorermittlungen auf.

„Bislang haben wir keinerlei Erkenntnisse, die auf ein Verschulden Dritter hinweisen würden“, erklärt Oberstaatsanwalt Matthias Nicko-lai. Die Fälle werden derzeit untersucht, Obduktionen der beiden Verstorbenen durchgeführt. Allerdings lägen dazu noch keine Ergebnisse vor. Zwar seien zwei zeitlich so nah beieinanderliegende Vorfälle ungewöhnlich, doch sei dies nicht der Grund für die Vorermittlungen: „Wir werden immer tätig, wenn es Hinweise auf einen nicht natürlichen Tod gibt.“

Ein Zusammenhang erschließt sich bislang nicht

Ein unmittelbarer Zusammenhang der beiden Vorfälle erschließt sich Monika Groß nach ihrem Kenntnisstand nicht. Beide Gefangene seien zwar in genauer psychologischer Behandlung gewesen, Suizidgefährdung habe aber bei keinem der beiden bestanden. Den 21-Jährigen habe man aufgefunden, als ihm ein JVA-Mitarbeiter seine Medikamente durch die Kostklappe geben wollte. Der 28-Jährige wurde vier Tage später gegen 6.15 Uhr bei der regelmäßigen morgendlichen Kontrolle aufgefunden. Die beiden Wachleute wurden sofort durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Konsequenzen, wie etwa verkürzte Kontrollintervalle, habe es bislang keine gegeben. Monika Groß will erst einmal die Ermittlungen und Gutachten abwarten und sich dann mit ihrem Personal zur Beratung zusammensetzen.

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

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Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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