Herbert Nehyba zeigt ab heute historische Ofenkeramik

Zeugen der Vergangenheit berichten, wie es früher einmal war – und wenn Ofenkacheln erzählen könnten, würde sich mancher Schleier lüften, der die Geschichten bisher sanft zudeckt. Auch wenn Kacheln nicht reden können, gibt die heute im Taubenturm beginnende Keramik-Ausstellung zum Dießener Töpfermarkt Einblick in die Lebensweise der Menschen aus Dießen, Andechs und der Ödung Ramsee. „Warme Stuben – Ofenkeramik“ verspricht eine Begegnung mit der Alltagskultur aus fünf Jahrhunderten. Wolfgang Lösche und Heribert Nehyba aus Herrsching haben sie aus ihrem privaten Bestand bzw. aus Exponaten des Werkstattmuseums Lösche zusammengestellt. Sie stammen aus Andechs, Dießen und Ramsee.
Ziel der Dokumentation sei es, Einblicke in Alltagsleben von der frühen Neuzeit bis ins beginnende 19. Jahrhundert zu geben, erläutert Heribert Nehyba: „Diese Funde spiegeln Funktionszusammenhänge wider, eignen sich zur Charakterisierung verschiedener sozialer Gruppen und sie können ökonomische Verhältnisse darstellen.“ Ofenkeramik im Taubenturm des Heimatvereins Dießen ist heute und morgen und ab Christi Himmelfahrt an den Töpfermarkttagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Taubenturm – eigentlich Tor zum ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift ist Station Nummer 3 am Dießener Keramikweg.
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