Erster Zuchterfolg bei Drill-Gruppe
München Nach einer Tragzeit von etwa 180 Tagen hat Drill-Dame Kaduna im Münchner Tierpark Hellabrunn zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Aber man muss schon genauer hinschauen, wenn man das kleine Drillbaby entdecken will. „Der stolze Vater Bakut sowie Tante Afi freuen sich über das Zwergerl, doch auch sie durften noch keinen genaueren Blick darauf werfen: Kaduna drückt das Baby eng an sich und hält schützend ihren Körper darüber“, so das Tierparkteam.
Gelegentlich blinzele das Kleine zwischen den Armen der Mutter hindurch. Noch verrät es sein Geschlecht nicht, denn Kaduna passt gut auf ihren kleinen Schatz auf. Und ein Schatz ist Hellabrunns jüngster Familienzuwachs auch, denn „die Drills sind nicht nur höchst attraktive, sondern leider auch vom Aussterben bedrohte Tiere. Umso mehr freuen wir uns über die erste Geburt in der neuen Hellabrunner Drill-Gruppe. Zumal das Drill-Baby mit seiner lustigen Punkfrisur und den rosa Segelohren wirklich niedlich ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Der Drill ist eine der am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die International Union for Conservation of Nature hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, wird der Bestand nur noch auf etwa 3500 Tiere geschätzt. Damit ist der Lebensraum dieser Affenart kleiner als die Schweiz. (lt)
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