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Spritpreise: Kaum echte Alternativen

Spritpreise

Kaum echte Alternativen

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    Günstiger als Benzin und doch noch keine verbreitete Alternative: Autogas.
    Günstiger als Benzin und doch noch keine verbreitete Alternative: Autogas. Foto: Thorsten Jordan

    Fahren oder sparen – angesichts von derzeitigen Rekordspritpreisen machen sich immer mehr Autofahrer zwangsläufig Gedanken über günstigere Möglichkeiten, von einem Ort zum anderen zu kommen. 1,729 Euro für einen Liter Super Plus, das schmerzt nicht nur die Haushaltskasse.

    Ob nun aber der durch Preisdruck entstehende Leidensdruck schon so hoch ist, dass auf konventionelle Antriebsarten verzichtet und auf andere Techniken umgestiegen wird, daran glaubt Reiner Sangl vom gleichnamigen Landsberger Autohaus nicht: „Die Leute interessieren sich zwar vermehrt für den Verbrauch der Autos, doch sonst ist alles eigentlich unverändert.“ Autogas als Alternative stagniere seit etwa drei Jahren, seit der erste Hype nach Markteinführung vorüber sei. Der oftmals mangelhafte Service einiger Anbieter habe wenig zur Akzeptanz von Autogas beigetragen, außerdem koste eine Umrüstung von konventionellen Fahrzeugen doch zwei bis dreitausend Euro. Das Thema Elektromobilität sei ebenfalls noch keine echte Alternative, dazu kosten die Fahrzeuge für den Privatmann einfach noch zu viel.

    Auch Peter Heim vom Autohaus Keidler sieht keinen Boom bei Gasfahrzeugen. Fiat bietet ja schon seit vielen Jahren zahlreiche Modelle mit Erdgasantrieb an. Das Interesse daran sei jetzt zwar gestiegen, allerdings nur, was Informationen darüber betrifft. Was ebenfalls festzustellen sei, ist der Nachfragerückgang für Dieselfahrzeuge, da sich der Kraftstoffpreis dafür nahezu an Superbenzin angeglichen habe und keinen allzu großen Vorteil mehr darstelle. Eine offenbar getroffene Konsequenz spürt er aber schmerzhaft: „Die Leute lassen den Autofrühling ausfallen.“ Er spricht von einem Umsatzrückgang von 20 bis 25 Prozent im traditionell verkaufsstarken Frühjahr.

    Fahren und zahlen heißt es dagegen für den Busunternehmer Christoph Eisele. „Für unsere Fahrzeuge gibt es keine Alternative zum Diesel.“ Das Einzige, was er tun könne, sei die Technik auf aktuellem Niveau zu halten. Zwar gebe es zum Beispiel einen Hybrid-Diesel-Antrieb, der den Verbrauch senke, allerdings nur für Gelenkbusse. Einige Verkehrsbetriebe hätten auch auf Erdgas gesetzt, jedoch keine guten Erfahrungen mit der Haltbarkeit der Motoren gemacht. Den Preisanstieg an der Tankstelle, der seiner Meinung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht habe, könne nur durch Fahrpreise kompensiert werden. Die seien im Stadtverkehr bereits zum 1. Januar gestiegen – notgedrungen, wie Eisele erklärt. Denn er weiß selbst: „Irgendwann ist die Grenze erreicht.“

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