Gemeinde Utting benutzt Strommobil von Emma Car

Mit einem Elektroauto fahren die beiden Uttinger Standesbeamtinnen Claudia Breier und Claudia Maisterl künftig zu den Trauungen in der Gasteiger-Villa in Holzhausen. Bürgermeister Josef Lutzenberger übergab bei einem Pressetermin symbolisch den Schlüssel des Stromos. Auch für sonstige Dienstfahrten im Umkreis können die Mitarbeiter nun das Elektroauto nutzen, so der Bürgermeister.
„Wir fahren nahezu emissionsfrei – selbstverständlich mit grünem Strom“, erklärt Armin Klößel, Geschäftsführer der Emma Car GbR, die ein Carsharing in Utting betreibt. Das Fahrzeug werde mit Strom aus Wasserkraft betankt. Ganz ohne Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) funktioniert aber auch Elektromobilität nicht. Testwerte für den Stromos gibt es laut Emma Car zwar nicht. Mit Verweis auf grobe Schätzungen des ADAC für ein ähnliches Modell von Mitsubishi gehen die Emma Car-Betreiber von 15 bis 30 Gramm pro Kilometer aus. Zum Vergleich: Ein VW Polo Blue Motion stößt laut ADAC-Test 100 Gramm aus.
Bei den in diesem Jahr vorgesehenen 130 Trauungen rechnet Standesbeamtin Claudia Breier mit rund 50 Dienstfahrten zwischen dem Rathaus und der 1,5 Kilometer entfernten Gasteigervilla. Die Kosten werden damit laut aktueller Preisliste von Emma Car auf 490 Euro kommen, was einem Kilometerpreis von 3,27 Euro entspricht. Zum Vergleich: Die dienstliche Nutzung eines Privatwagens einer gemeindlichen Mitarbeiterin würde nach Reisekostengesetz 35 Cent pro Kilometer bzw. jährlich 52,50 Euro kosten.
Dass der Pendelverkehr mittels Elektroauto teurer ist, räumt Bürgermeister Lutzenberger ein. Er verweist aber auch auf den „Beispielcharakter“. Und im Sinne des Prädikats Luftkurort sollten insbesondere Kurzstreckenfahrten mit besonders hohem Kraftstoffverbrauch vermieden werden.
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