Wetter
Sa.
21°C
Wetter
So.
21°C

16. Dezember 2009 19:25 Uhr

Kunst und Handwerk aus Armenien

Landsberg (löbh) - Zum zweiten Mal ist armenische Kunst, sind handwerkliche Arbeiten aus dem kleinen Staat in Transkaukasien in der Landsberger Säulenhalle zu sehen. Möglich gemacht wurde diese Schau über den Landsberger Architekten Rainer Spring, der seit Jahren Kontakte zu Vano Dadoyan und dessen Frau Lala Mneyan pflegt. Die beiden Armenier engagieren sich in dem Projekt "Kenats Toun - Lebenshaus", das sich zum Ziel gesetzt hat, über spezielle Ausbildungsrichtungen das traditionell armenische Kunsthandwerk wiederzubeleben. Die notwendigen Mittel hierfür sollen unter anderem über den Verkauf von Kunsthandwerksprodukten beschafft werden.

Traditionelle Kunst

"Handwerk und Kunst haben eine hohe Tradition in Armenien", erklärte Rainer Spring bei der Eröffnung der Ausstellung, "hier in der Säulenhalle kommt die traditionelle Kunst zusammen mit einer ganz neuen, anderen Kunstform." Basierend auf dem stark sozial geprägten Leitbild der Organisation Kenats Toun, sei in der armenischen Hauptstadt Eriwan ein Haus angemietet worden. Dort arbeite eine Musikpädagogin und Künstlerin mit Kindern aus armen Bevölkerungsschichten. Bilder, die dabei entstehen, werden in der Säulenhalle gezeigt. Hauptziel dieser Arbeit mit Kindern ist laut Lala Mneyan, einen Weg zu den spirituellen Bereichen des Lebens zu finden.

ANZEIGE

Ein Teil der Schau war Anfang November 2009 bereits in der Galerie Sankt Ottilien zu sehen. Das ist die Vielzahl an christlichen Symbolen, die in den vorderen Abteilungen der Säulenhalle zur Schau gestellt sind. Es sind vor allem reich verzierte Holzkreuze in der für Armenien typischen Lebensbaum-Form, Stickereien und Stoffmalereien mit Heiligenmotiven, Fotos von armenischen Kirchen. Im hinteren Teil des Ausstellungsraumes sind Bilder zu sehen, die von Kindern und Jugendlichen gemalt wurden. Das Besondere an diesen Werken ist die Entstehungsgeschichte. Die jungen Künstler haben bei ihren Treffen im "Ästhetischen Kinder-Jugendzentrum Tsil Busats" zunächst einer Geschichte oder Poesie, danach passender Musik gelauscht, das Gehörte verinnerlicht und anschließend die Gefühle, die sie dabei empfinden, mit Pinsel und Gouache auf Papier oder Leinwand sichtbar gemacht. Gründerin und Leiterin von Tsil Busats ist die Musikpädagogin Armenuhi Martirossian. Vor 15 Jahren habe sie angefangen, mit ganz Kleinen - schon Dreijährige waren dabei - nach dieser von ihr entwickelten Methode zu arbeiten, erzählt sie. "Die Kinder hören Fabeln und Legenden, Gedichte. Passende Musik unterstützt und unterstreicht das Fühlen. Diese Mischung aus Musik, Kunst und Poesie ermöglicht es den Kindern, ihre Stimmung in Klang und Farbe umzusetzen. Dabei ist die Technik überhaupt nicht wichtig, nur auf das Fühlen kommt es an."

" Kunst und Handwerk aus Armenien" in der Säulenhalle Landsberg ist bis zum 21. Dezember täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Anzeige

Hauptplatzumbau in Landsberg

Neu in den Foren

Neu in den Leserblogs
Veranstaltungen vom 26.05.2012
Aktuell meist gesucht

Feuerwehr | Au | Augsburg | 2011 | unfall | ramadan


Partnersuche