Das Betreuungsgeld ist in aller Munde. Es sollen Eltern erhalten, die ihre Kinder nicht in Einrichtungen betreuen lassen wollen oder können. Ziel des Kinderförderungsgesetzes ist es aber, die Kindertagespflege attraktiver zu machen. Bis 2013 soll es daher bundesweit im Durchschnitt für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben – rund ein Drittel der Plätze sollen in der Kindertagespflege geschaffen werden. Das dies im Landkreis möglich ist, berichtete Edeltraud Huschka-Spachtholz vom Landratsamt jetzt im Jugendhilfeausschuss.
In allen 31 Gemeinden, die Stadt Landsberg eingeschlossen, gibt es Einrichtungen für Kinderbetreuung. Durch aktuell geplante Baumaßnahmen in Dießen, Walleshausen, Igling, Landsberg, Prittriching, Scheuring und Vilgertshofen kämen weitere 140 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren dazu.
Zum Stichtag 36 Plätze mehr als notwendig
Werden die Geburtenzahlen der Jahre 2008 bis 2010 zugrunde gelegt, dann hätten im Landkreis Anfang August 2013 insgesamt 2980 Mädchen und Buben unter drei Jahren Anspruch auf einen Betreuungsplatz. In ihrer Regierungserklärung vom 15. März dieses Jahres ging die Staatsregierung davon aus, dass im Schnitt 31 Prozent der Eltern dieses Angebot beanspruchen. Davon könnte jedes fünfte Kind in einer Tagespflege betreut werden.
Wie Huschka-Spachtholz errechnet hat, sind somit bis zum Stichtag 739 Krippenplätze im Landkreis erforderlich. 412 Plätze seien bereits jetzt vorhanden, hinzu kämen Plätze in altersgeöffneten Kindergärten (153) und Tagespflegeplätze (70). Werden die geplanten Baumaßnahmen (140) hinzu gerechnet, stünden im August übernächsten Jahres 775 Betreuungsplätze zur Verfügung – 36 mehr als notwendig.
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