Ettringen/Schwandorf (pm) - Wie jeden ersten Freitag im Monat lädt der Verein Gesundes Wertachtal e.V. auch am 7. August um 18 Uhr nach Ettringen vor Tor 2 der Firma Lang zur Mahnwache ein. Es ist bereits das elfte Mal. Mit dieser Protestform macht die Bürgerinitiative weiter mobil gegen die Pläne der zur finnischen Myllykoski-Gruppe gehörenden Papierfabrik Lang zum Bau eines Heizkraftwerkes.
In einer Pressemitteilung zeigt sich der Verein Gesundes Wertachtal erfreut über den Ausgang eines Bürgerentscheids von Schwandorf. Demnach bleibt der zulässige jährliche Durchsatz des Müllkraftwerks Schwandorf auf 390 000 Tonnen begrenzt. Die Bewohner der oberpfälzischen Stadt stimmten damit gegen die Pläne des Stadtrats, die Höchstmenge auf die technische Kapazität von 450 000 Jahrestonnen festzulegen.
Kritischere Haltung
"Der Schwandorfer Bürgerentscheid zeigt deutlich, dass Bürger, die bereits Erfahrungen mit einer bestehenden Müllverbrennungsanlage gemacht haben, solchen Vorhaben wesentlich kritischer gegenüberstehen als Menschen ohne diesen Hintergrund", so der Sprecher des Vereins Gesundes Wertachtal, Dr. Joachim Herbold.
Auch die Bürgeraktion "Das bessere Müllkonzept" in Bayern hatte auf seiner kürzlich stattgefundenen Delegiertenversammlung die Vorhaben in Schwandorf und Ettringen unter dem Motto "Müllverbrennungsanlagen sind Klimakiller" verurteilt.
In einer Presseerklärung der Aktion heißt es: "Nachdem aber die derzeitigen Öfen in Bayern ausreichen, bedeutet dies, dass bei einem Zubau mehr Stoffe verbrannt werden, die eigentlich verwertet werden könnten, und zudem unsortierte Abfälle aus weiten Teilen Europas importiert werden. Damit würde eine vernünftige Stoffstrom-Politik hier und im Ausland auch künftig nicht stattfinden."
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: