Dienstag, 26. September 2017

Landsberg

21. März 2017 00:40 Uhr

Jahreskonzert

Marsch und Polka gehören in St. Ottilien dazu

Schülerblasorchester bietet unterhaltsame Mischung aus Tradition und Pop Von Romi Löbhard

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Hier wird gerade „Bugler’s Holiday“ gespielt und darum haben sich die vier Trompeter des Schülerblasorchesters St. Ottilien hier beim Jahreskonzert urlaubsmäßig verkleidet.
Foto: Romi Löbhard

„Zu einem guten Konzert gehören auch Marsch und Polka.“ Hans-Günter Schwanzer weiß, wie Jugendlichen ohne Bock auf traditionelle Blasmusik oder gar bayrisch und böhmisch, diese Art des Musizierens schmackhaft gemacht werden kann. Ein gutes Konzert möchten schließlich alle bieten. Wenn daneben dann auch der Ulk noch stimmt, der Flachs in alle Richtungen blühen darf und der Dirigent für Späße, die er am eigenen Leib ertragen muss, aufgeschlossen ist, dann macht Blasmusik Spaß, dann musizieren selbst Pubertierende gern und der Erfolg ist garantiert.

Vor 20 Jahren hat Schwanzer das Schülerblasorchester St. Ottilien (SBO) übernommen, „mit 17 Musikern“, wie er sich beim heurigen Jahreskonzert zurückerinnerte. Entstanden ist daraus ein riesiger Klangkörper mit mehr oder weniger starker Fluktuation, stets 60 bis 70 motivierten Musikern. „Sie haben das Orchester auf Vordermann gebracht“, betonte denn auch SBO-Geschäftsführer Leonhard Weidemann, und überreichte als Dank ein Paket frische Luft in Form eines Allgäu-Rundflugs.

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Das Jahreskonzert im Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums war eine gewohnt unterhaltsame Mischung aus Tradition und Pop, aus krachender Marschmusik und diffiziler symphonischer Blasmusik. Je nach „Fundus“ und Können ermöglicht Schwanzer bei diesen Konzerten solistische Auftritte.

Die mutigen Musiker wurden heuer besonders zuvorkommend behandelt. Der musikalische Nachwuchs bereitete den Bläsern, darunter Isabel Schuil (Saxofon) und Leonhard Weidemann (Tuba) nicht nur die Bühne, richtete Stuhl und Notenständer, sondern trug den Solisten auch noch ihre Instrumente nach. Da spielte es sich gleich noch mal besser.

Die beiden Moderatoren Tobias Giez und Florian Hausner kündigten frech und fröhlich, eben in typischer SBO-Art, die Stücke an. Als Erstes bestieg das Orchester den Montblanc. Nach Ferien mit Leroy Anderson wurde jubiliert. Weiter ging es mit Tubakonzert, und ganz wichtig laut Schwanzer, Polka. Mit dem Blauen Enzian düsten Orchester und Zuhörer in den Barock, schauten bei den Beatles vorbei und widmeten sich John Miles’ Hymne an die Musik.

Dazwischen drohte dem Dirigenten „unser alljährliches Spiel“, wie die Moderatoren süffisant sagten. „Richtige Antworten spielen keine Rolle, Sie werden trotzdem be-straft.“ Und das mal richtig: Hans-Günter Schwanzer musste sich in ein buntes Etwas zwängen, von dem behauptet wurde, es sei „Neunziger“. Nun ja, das war ja wohl ein richtiger Fehlgriff. Aber auch Schwanzer selbst griff ein wenig daneben, als er über den Dialekt seines Chefs, der ihm als Dank für 20 Jahre SBO „fränkisches Rebgut“ überreichte, grinsend behauptete, Fränkisch sei wie Allgäuerisch, beide Stämme sprächen keine Konsonanten.

Da protestierte Michael Häußinger dann doch. Ansonsten lobte der Schulleiter Schwanzers steten Einsatz und die Klasse des Orchesters. Eine besondere Ehre sei, so Häußinger, dass das SBO heuer erneut bei der Gedenkfeier anlässlich der Auschwitzbefreiung in der Landsberger Untertage-Anlage spielen dürfe. Nach dem Ottilienmarsch als traditionellem Schlusspunkt der Jahreskonzerte, dirigiert von Michael Häußinger, war natürlich noch längst nicht Schluss ...

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