Vilgertshofen Im Oktober vergangenen Jahres entschied sich die Vilgertshofener Gemeindeführung zur Sanierung der ehemaligen Lehrerwohnung in Issing. Man will damit erreichen, dass sie als Mietobjekt der Gemeinde erhalten bleibt. Nach einer Ortsbesichtigung durch Mitglieder des Bauausschusses sowie der Begutachtung durch ein Ingenieurbüro wurden die Renovierungsarbeiten in Angriff genommen.

Dabei stellte sich heraus, dass der vorhandene Fußbodenaufbau für die vorgesehenen Reparaturarbeiten nicht geeignet ist. In der jüngsten Sitzung erläuterte nun der beteiligte Bauingenieur mehrere Alternativen für eine sinnvolle Renovierung des Objektes. Hauptpunkte waren dabei: Erneuerung aller Böden inklusive Feuchtigkeitssperre und Wärmedämmung sowie der Einbau einer Fußbodenheizung, Umbau des Bades und hinzukommende Nebenarbeiten (Durchlauferhitzer, Fliesen, Duscheneinbau etc.) - zu erwartende Kosten: 50 000 Euro plus 20 000 Euro für den Heizungsumbau.
Mehrheit stimmt für Komplettsanierung
Nach eineinhalbstündiger Diskussion des Für und Widers einer Minimal- oder Komplettsanierung sagte Zweiter Bürgermeister Franz Erhard zusammenfassend: "Ich halte eine Minimallösung für nicht angebracht, da man dann absehen kann, wann erneut mit Reparaturkosten zu rechnen ist." Von den 14 Stimmberechtigten entschieden sich neun für die oben angeführte Sanierung inklusive des Heizungsumbaus. Weitere 30 000 Euro standen für eine Wärmeschutzisolierung der gesamten Außenfassade zur Debatte. Hier entschieden sich zwölf Räte (bei zwei Gegenstimmen), Angebote einzuholen, um vorrangig die Westwand des Gebäudes mit einer Feuchtigkeitssperre und Dämmung zu versehen.
Gemeindebücherei. Mit knapp 4300 Büchern, von denen 250 neu beschafft wurden, steht den Vilgertshofer Lesefreunden eine gut sortierte Gemeindebücherei zur Verfügung. Betreut wird sie von sechs ehrenamtlich tätigen Personen und verzeichnete 5450 Entleihungen im vergangenen Jahr. Nachdem bis heute die Dokumentation analog bewältigt wurde, beriet der Gemeinderat nun über drei Angebote der digitalen Verzeichnisführung und Belegerstellung. In einem Kurzvortrag stellte Rita Selvi, eine der Ehrenamtlichen, die einzelnen Programme vor, die sich alle in einem Kostenrahmen um 2000 Euro bewegen. Einstimmig votierten die Räte dafür, dass die Büchereimitarbeiterinnen sich in diesem Kostenrahmen für das zweckmäßigste Programm entscheiden und dessen Installation vornehmen. (wad)
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