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09. Oktober 2008 19:35 Uhr

Mit viel Rückenwind zum Etappensieg

Als Meilenstein auf dem Weg zur Eröffnung bezeichnete der geschäftsführende Gesellschafter der EEW Projektentwicklung (InCenter Landsberg) die gestrige Hebauffeier am Fachmarktzentrum im Osten der Stadt, für Landrat Walter Eichner war es ein Etappensieg und Oberbürgermeister Ingo Lehmann brachte die Chronologie der Entwicklungsgeschichte des InCenters auf den Punkt: "Wir hatten sehr viel Gegenwind, aber noch mehr Rückenwind - deshalb stehen wir heute hier."

Mit viel Rückenwind zum Etappensieg
Foto: ALFA

Und das war genau in den späteren Geschäftsräumen des Obi-Bau- und Gartencenters, das auf den 6500 Quadratmetern Verkaufsfläche im April nächsten Jahres an den Start gehen möchte. Als kleiner Vorgeschmack waren orangefarbene Tütchen mit Gummibärchen aufgelegt, die halfen, so manch bittere Pille auf dem Weg bis zum gestrigen Hebauf und dem damit verbundenen Abschluss der Gebäude- und Außenarbeiten zu vergessen. Doch Axel Schumann ging noch einmal auf die Klagen von Anliegern gegen das Fachmarktzentrum ein, die zum einen viel Zeit, zum anderen den Investor aber auch viel Geld gekostet hätten. Dennoch sei die EEW (Sindelfingen) das hohe Risiko eingegangen, trotz laufender Verfahren mit dem 60-Millionen-Projekt zu beginnen. Axel Schumann: "Hätten wir das nicht getan, stünden wir heute nicht beieinander." Daher galt sein Dank am Tag des Hebaufs nicht nur dem Architekten und den vielen am Bau beteiligten Firmen, von denen einige aus der Region stammen, sondern auch den Juristen, die den Investor beraten und betreut hätten.

Bis Ende November sollen die Außenanlagen sowie die Begrünung angelegt sein, einen Monat später soll die Fotovoltaikanlage auf dem begrünten Dach des 350 Meter langen Gebäudes den ersten Strom liefern. 300 Mitarbeiter werden dann mit Beginn der kalten Jahreszeit die Innenarbeiten nach den Vorgaben der Mieter ausführen. Mieter sind neben dem Obi-Markt auch die Firmen Kaufland, Media-markt, K & L-Ruppert, Sport 2000 Big Point und Siemes Schuhe.

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Landrat Walter Eichner hatte im Juli 2007 beim ersten Spatenstich noch an das Demokratieverständnis der FMZ-Gegner appelliert, gestern nun rief er dazu auf, die Chance zu nutzen, künftig die laut einem Einzelhandelsgutachten abfließenden Gelder in der Region zu halten. Vertreter des Einzelhandels und des Fachmarktzentrums sollten deswegen das Miteinander suchen. Walter Eichner: "Wenn nur zehn Prozent der InCenter-Kunden anschließen in die Altstadt fahren, haben wir schon gewonnen." OB Ingo Lehmann versicherte, dass die Innenstadt dazu bereit sei: "Schauen Sie, was sich dort unten bisher getan hat." Die Parallelentwicklung der Altstadt laufe und werde auch weiter funktionieren.

Zum Eröffnungstermin im April 2009, so Axel Schumann, werden rund 350 Arbeitsplätze entstanden sein. Täglich rechnet die EEW dann mit bis zu 7500 Kunden.

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