Geplante Häuser passen nach Meinung des Gemeinderats nicht
Greifenberg Zum wiederholten Mal hatte sich der Greifenberger Gemeinderat mit einer Bauvoranfrage für ein Grundstück an der Landsberger Straße zu beschäftigen. Die vom Bauwerber vorgeschlagene Bebauung war vom Gemeinderat stets mehr oder weniger deutlich abgelehnt worden, mit der Begründung, dass sich die geplanten vier Häuser unter anderem hinsichtlich der Firsthöhe und Dachneigung nicht an die Umgebungsbebauung anpassen.
Dies sieht die Baubehörde im Landratsamt anders, sie teilte in einem Schreiben an die Gemeinde mit, dass es in dem Areal sehr wohl ähnliche Objekte gebe und deshalb bei weiterer Ablehnung durch den Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen ersetzt werde.
„Wir erlassen eine Veränderungssperre und stellen einen Bebauungsplan auf“, forderte Alois Schön nach dem Vortrag dieses Schreibens aus Landsberg. Dafür plädierte auch Harry Huck. „Wenn die Gemeinde eine Bebauung regeln will, dann ist die Aufstellung eines Bebauungsplans die einzige Möglichkeit. Die Abweichungen mögen harmlos ausschauen, ein paar Zentimeter hier, ein paar Zentimeter dort, aber es geht weiter.“ Es werde ein Präzedenzfall geschaffen, so Huck, der Nachahmer finde.
Franz Bichler und Zweiter Bürgermeister Hermann Schneider hielten dem entgegen, dass die Abweichungen wirklich nur ganz geringfügig seien, und sprachen sich für eine Genehmigung aus. Die Bauvoranfrage bezüglich der Bebaubarkeit des Grundstücks lehnte der Gemeinderat schließlich mit 8:7 Stimmen erneut ab. Der Erlass einer Veränderungssperre und die Aufstellung eines Bebauungsplans kommen in die nächste Gemeinderatssitzung. (löbh)
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