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05. März 2010 05:48 Uhr

Räume in Riederau werden heuer nicht fertig

Dießen "Wir haben ein arbeitsintensives und sehr erfolgreiches Jahr hinter uns", sagte Vorsitzender Frank Böhm zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Dießener Ortsgruppe der Wasserwacht am Samstag. Der Höhepunkt der Saison war die 40-Jahr-Feier, mit der die Beteiligten sehr zufrieden waren. "Was die Einsätze betrifft, ist es ein eher ruhiges Jahr gewesen", so Böhm (siehe Infokasten).

Doch schon bald steht die neue Saison bevor und die Wasserwacht muss sich mit neuer Ausrüstung eindecken: Für die beiden Boote werden extra Rettungsrucksäcke angeschafft, zudem ein Spin-Board sowie mehrere Wasserretterausrüstungen, erklärte Olaf Raabe, der technische Leiter. Die Umstellung auf den Digitalfunk hat zur Folge, dass es keine Neuanschaffungen mehr im Analogfunk gibt, das heißt keine Geräte oder Piepser. Geht ein Gerät kaputt, muss die Wasserwacht selbst dafür aufkommen: "Das Innenministerium hat analogen Anschaffungen einen Riegel vorgeschoben, die Umstellung kann aber noch drei bis vier Jahre dauern", sagte Böhm. Die neuen Räume der Wasserwacht im Strandbad Riederau werden vermutlich diese Saison nicht mehr fertig: "In diesem Monat beginnen die Ausschreibungen für das Projekt", so Böhm, "wir rechnen damit, dass der Umbau bis zum Herbst dauert."

Defizit aus den Rücklagen begleichen

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Ralf Odinius erläuterte die derzeitige Finanzsituation des Vereins: Die Ausgaben betrugen im vergangenen Jahr 29 500 Euro. Rund 20 000 Euro mehr als 2008. Grund für die hohen Ausgaben waren der Umbau der Terrasse vor der Wachstation sowie die Kosten der 40-Jahr-Feier. Die Einnahmen des Vereins aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen betrugen 2009 rund 14 900 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2008 waren diese leicht rückläufig. "Das entstandene Defizit kann aber aus den Rücklagen beglichen werden", sagte Ralf Odinius, "allerdings müssen wir dieses Jahr eine moderatere Ausgabenpolitik betreiben."

Marcus Noack berichtete über die Jugendarbeit der Wasserwacht. Vergangenen Sommer erhielten 60 Jugendliche eine Ausbildung und lernten Erste Hilfe und Knotenkunde im Strandbad Sankt Alban. In der kommenden Saison sollen die Eltern der Kinder, die an einem Kurs teilnehmen, mit in die Betreuung einbezogen werden. "Wir brauchen mindestens einen Elternteil, der die Kinder während der Kurse beaufsichtigt", erklärte der Jugendleiter Noack.

Zum Schluss der Versammlung ehrten Thomas Forstner, stellvertretender technischer Leiter der Kreiswasserwacht Landsberg, und Frank Böhm langjährige Mitglieder für ihr Engagement:

Karina Michl (15 Jahre), Ralf Odinius (30 Jahre), Andreas Feistl (40 Jahre) und Werner Forstner (40 Jahre). (amir)

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