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27. Januar 2008 18:40 Uhr

Raucherjacken und ein Zelt

Tag 28 des Rauchverbotes in Gaststätten, Kneipen und öffentlichen Gebäuden. Oder anders gesagt: Seit 28 Tagen ist der Nichtraucherschutz in Kraft. Und Premiere feiert dieser Tage der erste "rauchfreie Fasching". Besonders am Wochenende feierten die "Narren" in vielen Orten im Landkreis wieder feucht-fröhlich - allerdings ohne Glimmstengel. Die Raucher haben sich offenbar schon weitestgehend an die Devise "Party und Trinken drinnen, Rauchen vor der Tür" gewohnt.

Raucherjacken und ein Zelt
Foto: ALFA

"Für uns war das eine Selbstverständlichkeit, das bei unserem Ball nicht geraucht wird", sagt Georg Volk, Vorsitzender vom Schützenverein Epfach. Unter den 120 Besucher des Schützenballes im Haus der Vereine war rund ein Fünftel Raucher. "Und das war kein Thema, dass sie sich die Jacke anziehen und zum Rauchen vor die Tür gehen." Mit Ausnahme eines Feiernden, der sich im Nebenraum eine Zigarette anzünden wollte, sie dann auf Bitte aber sofort wieder ausgemacht habe. Richtig rund gings auch in Dettenschwang beim Sportlerball. Dort war die Raucherquote unter den vorwiegend jungen Besuchern - im Schnitt alle Mitte 20 - relativ hoch. "Von etwa 120 Besuchern haben rund die Hälfte geraucht", schätzt Franz Dollinger, Vorsitzender vom FC Dettenschwang - selbst Raucher. "Es sind dann halt immer ein Großteil der Leute karawanenweise zum Rauchen vor die Tür gegangen. Aber sind die meisten ja mittlerweile eh schon gewohnt."

Ordner - aber schwer zu kontrollieren

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Eine der größten Faschingsveranstaltungen im ganze Landkreis ging am Samstag in Scheuring über die Bühne. Beim Nachtumzug und anschließender Party in der Lechrainhalle waren einige tausend Besucher. Bei Feiern wie dieser scheint das Rauchverbot besonders schwer kontrollierbar. "Wir hatten zwar Ordner, die auch darauf geschaut haben, dass nicht geraucht wird. Aber es haben sich alle daran gehalten", sagt Franz Berghofer vom Organisations-Komitee. Beim Saubermachen am Tag danach habe man keine einzige Kippe am Boden gefunden. Aber Berghofer räumt ein: "In den frühen Morgenstunden wurde dann an der Bar aber doch noch geraucht. Weils dann einfach nicht mehr zu Überblicken war." Der allgemeinen Feierlaune hat das Rauchverbot scheinbar nicht geschadet. "Es hat der Gemütlichkeit keinen Abbruch getan, dass die Raucher immer rausgegangen sind", sagt Manuela Birkel vom Gasthaus Hirsch in Denklingen, wo am Samstag die Musiker ihre Faschingsfete steigen ließen.

Franz Widmann vom gleichnamigen Gasthaus in Egling und Chef der Disco "Heini" hat aber andere Erfahrungen gemacht. "Die Leute maulen nur noch - wenn sie überhaupt noch kommen." Am Freitag seien nur rund 40 Leute zur Party ins "Heini" gekommen. Für Widmann ist vor allem das Rauchverbot schuld daran. Immerhin gibt's dort einen besonderen Service: zehn Raucherjacken und ein Zelt. "Dann friert es vor allem die Mädels nicht so sehr, die ja immer etwas weniger anhaben - vor allem an Fasching", so Widmann.

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