Am Morgen steigen Schüler dort aus, am Mittag am Bahnhof ein. UBV: 2000 Unterschriften gegen Lechsteg Von Alexandra Lutzenberger

Landsberg Die Schulbushaltestelle auf dem Hauptplatz bleibt. Zumindest morgens. Denn entgegen der bisherigen Darstellung gibt es eine Vereinbarung zwischen der Stadt Landsberg und dem Landratsamt Landsberg, dass die Schulbusse morgens am Hauptplatz halten sollen und die Schüler dort aussteigen –auch nach dem Hauptplatzumbau. Nur mittags werden sie, wie bereits mehrfach berichtet, zum Bahnhof laufen müssen. Andreas Graf vom Landratsamt Landsberg: „Diese Regelung ist der Wunsch des Landratsamtes und auch so mit der Stadt besprochen.“ Morgens würden die Schüler schließlich gleich in die Schule gehen und nicht auf dem Hauptplatz warten.
„Der Stadt war nur wichtig, dass die Situation mittags entschärft wird.“ Auch der Linienbus fahre ja weiterhin über den Hauptplatz, also sei auch nach dem Umbau noch genügend Platz für den Halt am Morgen. In der Umbauphase des Hauptplatzes sei geplant, die Schüler morgens im Hinteranger an der Limonigasse aussteigen zu lassen, im ersten Jahr der Umbauphase werden die Busse die Kinder noch am Hauptplatz abholen. Dies erläuterte Andreas Graf in einem Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt.
Neuigkeiten von der UBV
Neuigkeiten gibt es auch von der Landsberger Unabhängigen Bürgervereinigung (UBV) in Sachen Lechsteg, der eng mit dem Hauptplatzumbau verbunden ist. Vorsitzender Wolfgang Neumeier, Stadtrat Christoph Jell und Erich Schmid hatten für den gestrigen Freitag zu einer Pressekonferenz geladen und bekannt gegeben, dass sie bereits 2000 Unterschriften für ihr Bürgerbegehren gegen den geplanten Lechsteg gesammelt haben.
„Nächste Woche sammeln wir noch alle Unterlagen in den Geschäften ein, insgesamt rechnen wir mit rund 2500 Stimmen“, so Neumeier. „Sind Sie dafür, dass eine etwa 3 Meter breite, geteerte Rad- und Fußgängerbrücke zwischen Liegewiese Inselbad und Mutterturm (Rückseite Brautzimmer) nicht gebaut wird?“, heißt die Fragestellung. Am Dienstag will die UBV die Listen bei der Stadt abgeben. Der OB müsse danach innerhalb von einem Monat eine Stadtratssitzung zu diesem Thema anberaumen und über die rechtliche Zulässigkeit beschließen. Danach ist innerhalb von drei Monaten ein Bürgerbegehren durchzuführen.
Nicht generell gegen Brückenbau
Neumeier betonte nochmals, dass die UBV nicht generell gegen eine Brücke sei. „Wir halten nur den Standort für falsch, und in den Gesprächen an unseren Infoständen haben uns viele Landsberger signalisiert, dass sie das genauso sehen. Vieles, was die Stadt uns vorwirft, hat sich als falsch erwiesen“, so Neumeier. „Wir sind keine Verschwörer, sondern einiges, was wir behauptet haben, hat sich als Wahrheit entpuppt.“
Neumeier führte hier als Beispiel die geplante Stadthalle an dieser Lage ins Feld. Der neue Lechsteg sei „kein durchplantes Projekt“, man wisse noch zu wenig über die Wegebeziehung. Für ihn sei die neue Brücke „ein Leuchtturm der Fehlplanung“, da müsse man sich zu Wort melden: „Wir sind keine Querulanten, sondern zeigen auch Alternativen auf“, so Neumeier. Er wünsche sich, dass mehr Fachwissen in der Stadtverwaltung vorhanden wäre.
Laut Neumeier und Jell sind die Planungstermine zu eng gesteckt, und auch die Aussage, dass „kein Baum fallen werde“ unrichtig. „Das muss man schon für die Baustelleneinrichtung machen.“ Die UBV kritisiert konkrete Teile der Brückenplanung, etwa den Weg entlang des Inselbads: „Auf der einen Seite der Lech, auf der anderen Seite ein Zaun mit Buschwerk – an dieser nachts nicht gut sozial kontrollierten Stelle – , das stört vor allem auch Frauen“, so Jell. Zudem sei die Behauptung von Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) falsch, dass die Brücke ebenerdig auf der Inselbadseite ankomme. „Das ist falsch. Laut der bisherigen Planung“, so Jell, „ist der Steg rund 1,5 Meter über dem Boden.“ Man könne also sehr wohl den Badegästen auf den Bauch schauen.
Auch die Aussage, dass das Inselbad „zur Disposition“ stehe, habe die UBV nicht erfunden. Sie stehe in den Unterlagen zum Wettbewerb „StadtLandFluss“ von 2007. „Bisher hat man im Inselbad nichts modernisiert. Wo soll das hinführen?“, fragte Erich Schmid. „Diese Hauruckpolitik der Stadt kommt bei den Bürgern nicht gut an, deshalb haben wir hier so viele Bürgerentscheide“, sagte Neumeier. »Diese Woche
Weitere Infos im Internet unter
www.ubv-landsberg.de
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