Montag, 18. Dezember 2017

Landsberg

22. Februar 2016 18:14 Uhr

St. Ottilien

Seit 60 Jahren machen Schüler Blasmusik

 Junge Musiker zeigen bei Jubiläumskonzert ihr Können. Von Romi Löbhard

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Vor 60 Jahren wurde das Schülerblasorchester in St. Ottilien gegründet. Am Wochenende waren die jungen Musiker, Dirigent Hans-Günther Schwanzer und Erzabt Wolfgang Öxler beim Jubiläumskonzert zu erleben. 

Das Alter – 60 Jahre – ist dem Schülerblasorchester (SBO) Sankt Ottilien schon wegen der steten Fluktuation natürlich nicht anzusehen. Aber auch die Art, wie die Musik präsentiert wird, ist taufrisch, da die jeweiligen Leiter mit der Zeit gingen und sich dem Musikgeschmack anpassten. Vielleicht sogar noch frischer und jugendlicher als 1956, als Pater Albert Rieger eine Bläsergruppe initiierte und daraus das Orchester erwuchs.

Damals seien vor allem Märsche, Polkas und Operettenouvertüren einstudiert worden, erzählt Hans-Günter Schwanzer, ursprünglich vorübergehender Nachfolger von Pater Thomas Mayer und mittlerweile seit 19 Jahren Leiter des SBO. „Wir sind wesentlich aktueller geworden, auch weil die Blasmusikliteratur mehr wurde.“ Weiterer Grund sei das Mitspracherecht der Orchestermitglieder bei der Stückauswahl, das unter seiner Leitung gepflegt wird. Wie deren Musikgeschmack in puncto für sie spielbarer Blasmusik derzeit aussieht beziehungsweise sich anhört, das konnten die Besucher bei den beiden Jubiläumskonzerten im Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums nachempfinden.

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Eine Überraschung und einen weiteren Beweis für die Jugendlichkeit gab es gleich zu Beginn. Da wollte der Rosarote Panther loslegen, aber der Herr Dirigent und überdies auch noch Erzabt Wolfgang Öxler tippten auf ihrem Smartphones herum und meckerten über das Gedudel, das sich da hinter ihnen auf der Bühne breit machte. Erst als zwei Musiker dazwischen gingen, war Schluss mit dem Gekabel und Erzabt Wolfgang übernahm die kurze Einführung.

60 Jahre seien in einer Ehe das Eiserne Jubiläum, gleichzusetzen mit eisernem Durchhaltevermögen, was auch für die Musiker gelte. Und weil Jubiläum war, hatte der Erzabt nach 15 Jahren wieder einmal seine Klarinette ausgepackt und eingespielt. Für das erste Stück reichte es, da durfte er sich zwischen die Damen an de Klarinetten setzen. Das zweite Stück brachte gleich eine erste Überraschung. Eine rassige Spanierin (Marina Schamberger) platzierte sich am Bühnenrand und spielte eine Komposition für Tuba solo. Womit bewiesen war, dass Tubisten nicht wie allgemein angenommen, ein einfaches Leben irgendwo hinten zwischen Trompeten und Posaunen führen. Und schon konnten die beiden Conferenciers Michael Daum und Tilman Freidl die nächste Überraschung ankündigen: Markus Plum spielte ein Trompetensolo als Banane verkleidet.

Überall seien sie schon gewesen, meinten die beiden Moderatoren vor dem folgenden musikalischen Portrait der britischen Hauptstadt, in New York, Rom, Salou und selbst Berlin sei eine Reise wert gewesen. „Bloß in London waren wir noch nicht“ meckerten sie in Richtung Dirigent.

Nach einem Blasmusik-Traditional und einer Erholungspause entführte Julius Michel an der Marimba mit Ghanaia zunächst in warme Gefilde, danach heizte das SBO mit „Spanish Fever“ so ein, dass die Zuhörer in Jubelstürme ausbrachen. Nach den Karibik-Piraten war es Zeit für das beliebte Wissensspiel mit Hans-Günter Schwanzer: Diese zur lieb gewordenen Tradition gewordene kleine Veralberung des „Chefs“ durch die Musiker ist sicherlich einer der Gründe, warum nach wie vor viele Schüler (derzeit rund 80) mit Begeisterung im Orchester dabei sind und der Spaß beim Leiter ein unveränderter ist.

Dieses Mal gab es Fragen zu Schwanzers Lieblingsverein FC Bayern München, die er natürlich sämtlich nicht zur vollen Zufriedenheit beantworten konnte. Die Strafe: Im Werder Bremen Leiberl, auf dem Kopf ein 60er Hüterl, der BVB-Fanschal um den Hals und in der Hand ein FCA-Fähnchen – so dirigierte er, geschützt von ein paar wilden Klarinetten-Katzen, den „Wild Cat Blues“. „Immer müssen wir da hinten sitzen, keiner beachtet uns.“ Und schon drängten die Saxofonisten, angeführt von „Schwiegermutterliebling“ Henry Lankes zu „Yakety Sax“ nach vorn. Der Ottilienmarsch, traditionell das letzte Stück eines jeden Konzerts, wurde anlässlich des Jubiläums nicht nur von Erzabt Wolfgang Öxler, sondern auch einmal vom Komponisten Josef Beischer dirigiert. Danach ging die Party natürlich weiter, mit Hawaii 5.0, Quenn und weiteren Lieblingsstücken...

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