Samstag, 16. Dezember 2017

Landsberg

11. Februar 2016 20:05 Uhr

Landsberg

Sie ist die deutsche Stimme von Cate Blanchett

Schauspielerin und Synchronsprecherin Elisabeth Günther kommt am Sonntag ins Stadttheater mit „Lover“

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Sie ist die neue Stimme von L’Oreal, sie synchronisiert Cate Blanchett und Liv Tyler. Und auch im Theater kennt man sie. Elisabeth Günther ist Schauspielerin, leiht vielen prominenten Schauspielerinnen ihre Stimme in der deutschen Fassung – und liebt es, Hörbücher zu machen. Seit zehn Jahren lebt die vielseitige Künstlerin in Dießen. Sie ist weltoffen, sympathisch, und wenn sie redet, möchte man, dass sie immer weitererzählt. Ihre ganz besondere Stimme ist auch ihr Kapital.

Sie wohnt in einem großen Haus mit ihren vier Kindern, Ehemann, Enten und Hühnern. Am Sonntag kann man sie Landsberg erleben. In einer szenischen Lesung mit Helbert Häberlin. „Eine Geschichte über Liebe, Leidenschaft und Verzweiflung“, sagt Günther. Sie erzählt die Geschichte von Zelda und Scott Fitzgerald, ein schillerndes Paar, das unter anderem mit Ernest Hemingway befreundet war. Günther ist den Landsbergern bereits als Schauspielerin bekannt. In der Inszenierung von Konstantin Moreth „Gefährliche Liebschaften“ spielte sie mit, und sie las vor Kurzem aus Mark Ridders „Das Eisenzimmer“. Ihre Stimme, ruhig, einfühlsam, ein wenig dunkel, fesselt. Man hört ihre gerne zu. Egal, ob sie über ihre Lieblingshörbücher (aus Schweden) erzählt oder über ihre Familie. Zwei ihrer Söhne leben in Berlin und machen dort Abitur, die anderen beiden, Sohn und Tochter, leben bei ihr und ihrem Mann. „Je älter ich werde, umso glücklicher bin ich über das, was ist. Mein Mann und meine Kinder geben mir ein so schönes Gefühl.“ Günther ist nicht nur viel beschäftigte Mutter (ihre Kinder sind im Alter von sieben bis 21 Jahren), sondern hat auch einen Vollzeitjob. Und sie liebt die Vielfalt in ihrem Beruf. „Ich kann sehr im Theater vom Synchronsprechen profitieren und umgekehrt.“ In Landshut spielt sie Theater und ihre Synchronstudios sind in Berlin, München und auch manchmal Hamburg.

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Eine ihrer Lieblingsschauspielerinnen ist Helen Bonham Carter. „Ich habe sie bei Harry Potter gesprochen und es war ein Riesenspaß, diese Schauspielerin ist so vielschichtig.“ Die jüngste Produktion, die man im Fernsehen mit Günther als Sprecherin sehen konnte, war die englische Thriller-Serie „The Fall“, in der sie Gillian Anderson (Akte X) ihre Stimme lieh. Aktuell kann man Günther fast jeden Tag im Fernsehen hören: Sie ist in der L’Orealwerbung die neue Stimme von Jennifer Lopez. „Ich habe eine große Bandbreite, spreche Frauen im Alter von 35 bis 70. Im Moment Barbara Sukowa in einem Fantasiefilm.“ Manchmal stehe sie bis zu sechs Stunden im Studio. Früher haben die Sprecher sich alle gemeinsam im Studio getroffen, jetzt werden alle einzeln aufgenommen. „Ein Regisseur ist immer dabei. Das wird richtig inszeniert. Jede Stimme kommt auf ein eigenes Band. Man müsse in den Film eintauchen, jeder Abschnitt dauert zehn bis 45 Sekunden. „Manchmal weiß ich noch gar nicht, wie der Film ausgeht.“

Schwierig sei ihr Job nur, wenn der Regisseur die Figur, die sie sprechen muss, anders sieht. „Aber das kommt sehr selten vor.“ Und: „Man muss musikalisch sein, sonst funktioniert das nicht“, denkt sie. Dießen ist jetzt ihre Heimat. „Ich brauche das als Ruhepol, ich habe noch eine Wohnung in Berlin, aber spätestens nach vier bis fünf Wochen zieht es mich nach Hause.“ Es sei natürlich das komplette Kontrastprogramm, das pulsierende Berlin, und dann das schöne Dießen.

„Aber auch in Dießen tut sich in Sachen Kultur viel. Ich gehe zu einem Künstlertreff und auch hier sind schon viele Kontakte entstanden.“ Im Moment sei sie sehr zufrieden mit ihrem Leben. „Beruflich bin ich viel unterwegs und mich freut es natürlich, wenn ich erfolgreich bin.“ Noch Wünsche offen: „Wieder Lesungen in Schulen zu geben. Klassische Literatur oder Gedichte, oder mal Werbung in Sachen Biolebensmittel zu machen. Das ist mir ein echtes Anliegen.“

Karten Karten für den Abend „Lover“ mit Elisabeth Günther und Helbert Häberlin) im Stadttheater, eine inszenierte Lesung mit Musik (Konstantin Kostov), gibt es im Stadttheaterbüro oder im Reisebüro Vivell. Die Lesung findet am Sonntag, 14. Februar, ab 20 Uhr im Stadttheater Landsberg statt.

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Ein Artikel von
Alexandra Lutzenberger

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Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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