Zwölftklässler der Landsberger Waldorfschule präsentieren Collage aus vier Stücken mit eigenen Texten

Wo endet Unschuld und beginnt Schuld? Keine leichte Frage, wenn sie denn überhaupt zu beantworten ist. Ganz persönliche Antworten auf die großen Menschheitsfragen und die kleinen Alltäglichkeiten gaben die Schüler der 12. Klasse derLandsberger Waldorfschule den Zuschauern von „Auf Sand gebaut“ mit nach Hause. Mit ihrer Theatercollage aus vier verschiedenen Stücken, eigenen Texten und Vertonungen brachten die Schüler vor Kurzem in vier Vorstellungen ihre Zuschauer zum Nachdenken, Mitfühlen, Schmunzeln und vor allem in den Genuss von beeindruckendem Theater.
Was für den Zuschauer zunächst etwas befremdlich mit dem Gang über die mit Sand bestreute Bühne, hinunter in den ebenfalls knöcheltief mit Sand bedeckten und bewachten Zuschauerraum begann, endete in einer vielstimmigen Theaterpassion über den Zustand der Welt. In deren Mittelpunkt sich der Zuschauer am Ende des Stückes wiederfand – als Körnchen im Sand. Hin- und hergetrieben auf dem Sieb der Welt und zwischen den Figuren aus Dea Lohers Theaterstück „Unschuld“, Kevin Rittbergers „Kassandra“ – als Ende der Vorstellung, Texten aus Elfriede Jelineks „Winterreise“ und Dennis Kellys „Osama the Hero“.
Nicht zu vergessen die Texte und Interviews der Schüler selbst, die sie wie feine Fäden in die Collage eingewoben hatten.
Mit ihrem Theaterprojekt haben sich die Waldorf-Zwölftklässler bei den bayerischen Schultheatertagen beworben, und auch in Landsberg wird das Stück noch einmal zu sehen sein.
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