Mittwoch, 27. Juli 2016

Landsberg

26. Juni 2015 00:35 Uhr

Regionalentwicklung

Strandbad ein Fall für Leader?

Gemeinde Utting will sich an den Kosten beteiligen und sucht nach eigenen Projekten

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Wird das Uttinger Strandbad beziehungsweise seine weitere Gestaltung künftig über die Töpfe des Leader-Programms gefördert? Für CSU-Gemeinderat Karl Sauter, der auch dem Arbeitskreis Strandbad angehört, ist das durchaus vorstellbar, wie er auch in der Diskussion im Uttinger Gemeinderat um die Beteiligung der Gemeinde an der nächsten Leader-Förderperiode sagte.

Auf der Tagesordnung stand wie in den anderen Gemeinden die finanzielle Beteiligung am Management für die Lokale Aktionsgruppe Ammersee (LAG) in Höhe von 78 Cent pro Einwohner und Jahr. Einige Gemeinderäte waren skeptisch, da in Utting in den vergangenen Leader-Perioden keine Maßnahme umgesetzt wurde. Florian Hoffmann (Ländliche Wählergemeinschaft) rechnete vor, dass die Gemeinde in den kommenden fünf Jahren rund 17000 Euro für das Management ausgeben werde. Wolle man die Summe über Förderung wieder hereinbekommen, müsse man 34000 Euro investieren, da der Zuschuss 50 Prozent betrage. „Und wir machen irgendsolche Kleinigkeiten wie einen Kinderspielplatz.“ Utting hatte vorgehabt, einen Wasserspielplatz im Tal des Lebens am Mühlbach zu bauen und über Leader fördern zu lassen. Da dort jedoch Müll gelagert worden war, der entsorgt werden muss, konnte der Spielplatz bisher nicht verwirklicht werden.

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Matthias Hornsteiner (Ländliche Wählergemeinschaft) stellte in den Raum, ob Utting das Leader-Projekt nicht ganz verlassen sollte. Sauter widersprach dieser Argumentation: „Es geht nicht nur um Uttinger Projekte“, erinnerte er daran, dass Leader darauf abzielt, eine Region zu fördern. Sauter nannte beispielsweise die beiden Naturbeobachtungstürme in Dießen und den jüngst erst eingeweihten in Kottgeisering, von denen alle profitierten. Gleichwohl würde Sauter gerne den Haushalt der LAG sehen. Ralf Stief (CSU) fragte an, wieso das Management jetzt doppelt so viel koste wie in der vorigen Periode.

Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) erläuterte, dass man aus den Erfahrungen gelernt habe und dem Manager mehr zugestehen wolle. Es gehe darum, die Region zu stärken, betonte auch Lutzenberger: „Der Schacky-Park in Dießen beispielsweise ist ein Kleinod geworden.“

Dem Wunsch von Andreas Streicher (CSU), der Manager solle Utting beraten, kann laut Lutzenberger derzeit nicht nachgekommen werden, denn die Stelle sei erst ausgeschrieben. Auch Florian Münzer (GAL) brachte ein, dass er vor einer Entscheidung mehr wissen wolle. Helmut Schiller (SPD) warnte jedoch davor, dass Utting aussteigt, wenn das ganze Westufer dabei sei.

Sauter schlug vor, die künftige Gestaltung des Strandbades als Leader-Projekt in Angriff zu nehmen. Er referierte aus einem Zusammentreffen des Arbeitskreises. Kurzfristig solle eine Lösung für die umstrittene Markise gefunden werden. Arbeitskreis-Mitglied Renate Standfest (GAL) fügte an, dass es um die Wirtschaftlichkeit und die Funktionalität gehe, das heißt darum, welche Kosten auf Gemeinde und Pächter zukommen und inwieweit eine Alternative die gleiche Wirkung hat wie das jetzige Modell.

Laut Sauter wollen die beiden Architekten im Strandbad-Arbeitskreis Vorschläge entwickeln. Sie hätten keinen Auftrag, dies sei rein ehrenamtlich. Langfristig solle aber auch diskutiert werden, wie es mit dem Strandbad weitergeht, und da könnte Leader ins Boot kommen. Bei der Bezahlung des Managers ist Utting jedenfalls dabei, bei zwei Gegenstimmen wurde die beschlossen. (smi)

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Ein Artikel von
Stephanie Millonig

Landsberger Tagblatt
Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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