Ammersee Die Zeit der Nachtwachen ist endlich vorbei - in Obermühlhausen, Holzhausen und Riederau stehen die neuen Maibäume und trotzen dem nasskalten Wetter. In allen drei Gemeinden haben sich die Burschen seit Freitag vorletzter Woche die Nächte um die Ohren geschlagen, um ihre Maibäume vor Entführungen zu schützen.
Einen besonderen Rekord konnte jede Gemeinde mit ihrem Baum verbuchen. In Obermühlhausen waren die Mitglieder des Schützenvereins, in deren Verantwortung das Aufstellen des Maibaums lag, so eifrig und tatkräftig, dass der Baum in nur 37 Minuten senkrecht stand. Außerdem ist ihr Baum, obwohl beim Hobeln vier Meter abgebrochen waren, mit 28 Metern immer noch der höchste der drei Gemeinden.
In Riederau, wo der alte Brauch des Maibaumaufstellens erst 1982 mit Gründung des Vereins der Maibaumfreunde wieder auflebte, freut man sich heuer über stolze 26 Meter. Nachdem ihnen vor vier Jahren der vorherige Maibaum unter der Nase weggestohlen worden war, mischte sich in diesem Jahr Erleichterung mit Freude. Ganz besonders sind in Riederau die handgemalten Zunftschilde, denn sie sind die ältesten der drei Gemeinden. Mit zünftiger Musik von der Blaskapelle Utting feierte Groß und Klein das Spektakel.
Den kleinsten Baum, doch das größte Rahmenprogramm stemmten die Holzhausener. Der Schützenverein Seerose ließ neben seinen 23 Meter hohen Baum einen temporären Biergarten entstehen, der begeisterten Zuspruch fand. Mit Musik vom Musikverein Entraching konnte dort dann so richtig gefeiert werden.
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