Es ist jetzt beinahe zehn Jahre her, dass die Sindelfinger Firma EEW erstmals bei der Stadt Landsberg vorstellig wurde und seine Idee eines Fachmarktzentrums in der Lechstadt präsentierte. Auch ein Ratsbegehren, einen Bürgerentscheid und Klagen vor dem Verwaltungsgericht überstanden die Württemberger bis zum heutigen Tag unbeschadet. So mancher Unternehmer hätte aufgrund dieser Umstände längst das Handtuch geworfen und sich zurückgezogen. Dass die EEW dennoch in dieser Woche den Hebauf für das 60-Millionen-Projekt feierte, bedeutet vor allem eines: das unerschütterliche Vertrauen der Investoren in den Erfolg des InCenters.
Daran glaubt wohl auch die Stadt Landsberg. So wurde in dieser Woche als eine der letzten begleitenden Maßnahmen die Schaffung einer Bushaltestelle am Center beschlossen, die einen Teil der prognostizierten 7500 InCenter-Kunden pro Tag wieder in die Innenstadt führen wird. Nur ein wichtiger Faktor dieser Innenstadt hat diese Entwicklung noch nicht im Griff: Der Einzelhandel ist in Teilen vielmehr damit beschäftigt, sich am 11. November als Organisation vermutlich erst einmal aufzulösen. Der Förderkreis Kern, der eigentlich den Innenstadthandel bündeln und kräftigen soll, ist auf der Suche nach einer neuen Identität.
Die sollte aber so bald wie möglich gefunden werden. Denn das Center wird kommen, aber auch die Innenstadt von Landsberg hat ein außergewöhnlich großes Potenzial. Das gilt es jetzt schnellstmöglich abzurufen, um einen gemeinsamen Weg - auch mit dem InCenter - zu finden. Eine große Chance dazu bietet sich eventuell zu dessen Eröffnung im April nächsten Jahres. Nicht Neid oder Angst, sondern zum Beispiel ein großer Aktionstag des Einzelhandels, auch mit dem neuen Einkaufscenter zusammen, könnte der Anfang einer sich gegenseitig durchaus befruchtenden Kooperation sein.
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