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10. Januar 2012 18:00 Uhr

Besuch

Vorschläge lassen auf sich warten

Bundespolitiker informieren sich vor Ort zu Auswirkungen der Bundeswehrreform Von Dieter Schöndorfer

Viele Anregungen und Fragen nahmen FDP-Bundestagsabgeordneter Klaus Breil (Mitte) und das Mitglied des Verteidigungsausschusses, Rainer Erdel (rechts), mit nach Berlin. Links FDP-Büroleiter Andreas Tillmann.
Foto: Foto: Julian Leitenstorfer

Landsberg,Penzing Mit der Zusicherung auf Unterstützung durch die Politik im Gepäck besuchten am Wochenanfang der FDP-Bundestagsabgeordnete Klaus Breil und sein Kollege aus dem Bundes-Verteidigungsausschuss, Rainer Erdel, das Lufttransportgeschwader 61 in Penzing und Vertreter der Welfenkaserne in Landsberg. Wie schon CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt vor Weihnachten suchten sie das Gespräch mit Kommandeuren und Soldaten sowie Zivilpersonal.

Dabei ließ der Rainer Erdel keinen Zweifel daran, dass die Standortentscheidungen gefällt seien. Dass jedoch derzeit auf der Zeitachse zu deren Umsetzung eine große Verunsicherung durch auftauchende Gerüchte vorherrsche (LT berichtete), werde auch in der Bundespolitik registriert. Klaus Breil: „Wir haben den Eindruck, der sich durch den Besuch hier noch verstärkt, es scheinen sich einige Dinge zu verselbstständigen.“ Dabei spielt er auf mögliche Planungen an, das Waffensystemunterstützungszentrum bis zur endgültigen Verlegung nach Manching in Erding zu parken. „Das macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn. Da verlangen wir Aufklärung.“

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Überhaupt erweist sich Klaus Breil im Gespräch als Mann der klaren Worte. Zum Thema Ausphasung der Transall bis 2021 mahnt er ausdrücklich die Verwertung der Hochwertteile an. Zu dieser Form von Nachhaltigkeit seien vor allem staatliche Stellen verpflichtet. Warum er die besseren Argumente für eine solche Ausphasungsaufgabe in Penzing angesiedelt sieht, begründet kurz und prägnant: „Das LTG hat bereits die dafür notwendige Technik, eine eigene Abteilung und das Knowhow.“ Warum die Aufgabe also plötzlich an den ebenfalls um diese Aufgabe werbenden Standort Hohn zu verlegen, mache wenig Sinn. Zum Thema Bunkeranlage in der Welfenkaserne lautet seine Forderung: „Der Bunker muss als Gedenkstätte erhalten bleiben. Da könne sich die Bundesrepublik nicht herausmogeln.“ Mit diesen Forderungen wollen sich die beiden Bundespolitiker auch direkt an den Verteidigungsminister wenden.

Allerdings hatten Breil und Erdel weitere konkrete Hilfestellungen für die Soldaten mitgebracht. So macht Klaus Breil zum Beispiel ein Angebot für Soldaten, die sich im Einheimischenmodell eine Immobilie vor Ort erworben haben und nun in absehbarer Zeit bundesweit versetzt werden: „Wer möchte, kann mit mir Kontakt aufnehmen und ich werde dann jeden in persönlichen Gesprächen mit den Bürgermeistern um verträgliche Lösungen unterstützen.“

Soldaten erwarten faire Ergebnisse der Planungen

Diese Art von Unterstützung werde von den betroffenen Soldaten inzwischen sehr wohl und sehr positiv registriert, bestätigen auch der Standortälteste Oberst Klaus Schuster und Oberstabsfeldwebel Helmuth Müller. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands: „Die Erwartungshaltung ist groß, wir hoffen einfach nur an saubere und faire Ergebnisse der Planungen.“

Die ersten Realisierungsvorschläge werden aber wohl noch ein paar Tage auf sich warten lassen. Zunächst war der 13. Januar angekündigt worden, nun werden die Vorschläge zur Umsetzung der Reform wohl laut Oberst Schuster erst in der kommenden Woche vom Führungsrat der Luftwaffe abschließend behandelt.

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