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Dorfmarkt: Was lebt denn da im Bach?

Dorfmarkt

Was lebt denn da im Bach?

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    Damit die Besucher des Wengener Dorfmarkts einen ganz genauen Blick auf das Leben im Bach werfen können, wurde für die Veranstaltung extra eine Brücke über den Dorfweiher gebaut.
    Damit die Besucher des Wengener Dorfmarkts einen ganz genauen Blick auf das Leben im Bach werfen können, wurde für die Veranstaltung extra eine Brücke über den Dorfweiher gebaut. Foto: Foto: Roland Fellner

    Wengen Am letzten Sonntag im September ist Wengener Dorfmarkt – heuer schon zum 19. Mal. Begonnen hat alles mit einem kleinen Markt, inzwischen kommen jährlich Tausende Besucher in den Dießener Ortsteil, der sich vom See aus gesehen ganz oben befindet. Damit der Markt nie ganz gleich ist, gibt es jedes Jahr ein spezielles dörfliches Thema, das die Wengener ihren Besuchern nahebringen wollen.

    Heuer, am 25. September, geht es um das „Leben im Bach“. In und um Wengen fließen zahlreiche kleinere und größere Bäche, die eine schon fast vergessene Tierwelt beherbergen. Zahlreiche, zum Teil vom Aussterben bedrohte Fischarten oder auch Flusskrebse können in Aquarien und im Dorfweiher beobachtet werden. Dafür wurde extra für diesen Dorfmarkt eine Brücke über den romantischen Dorfweiher gebaut.

    Wasser war in Wengen seit jeher immer reichlich und in bester Qualität vorhanden und wurde bereits früh genutzt. Sei es zur Fischzucht, zur Stromgewinnung oder zum Trinken. In drei Vorstellungen um 13.15, 15 und 16.30 Uhr wird den Besuchern ein Einblick in die Wengener Gewässerlandschaft geboten.

    Traditionell beginnt der Dorfmarkt am Sonntag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst vor der Leonhardikapelle. Anschließend öffnen die Marktstände und das Festzelt für die Besucher. Die werden mit hausgemachten Schmankerln aus der bayerischen Küche und Keller verwöhnt: Kesselfleisch, Schupfnudeln, Semmelschmarrn, Kuchen, Auszogne und vieles mehr. Dazu spielt im Zelt der Musikverein Dießen auf.

    An über 50 Marktständen bieten die Wengener an, was gut und selbst gemacht ist: Kartoffeln und Gemüse wurden wieder auf einem extra bestellten Dorfacker angebaut, angeboten werden auch Marmeladen, Eingelegtes, Liköre, frisch gepresster Apfelsaft, Presssack, Streichwurst. Es gibt aber auch Handarbeiten, Schmückendes, Schönes und Praktisches – alles aus eigener Herstellung.

    Im Rahmenprogramm wird altes bäuerliches Handwerk vorgeführt. So zeigen Wagner, Rossschmied, Seegrasflechter, Seiler, Erlensäger, Uhrmacher, Seifensieder, Korbflechter und viele andere ihr Können. Auch kann man dem Bürstenbinder, Drechsler und der Spinnerin bei der handwerklichen Arbeit über die Schulter schauen.

    Kinder können sich Nutz- und Haustiere anschauen oder einem Märchenerzähler zuhören, beim Filzer selber Bälle filzen oder in einer mehrspännigen Pferdekutsche mitfahren. Die Bulldogparade lässt natürlich auch nicht lange auf sich warten.

    Ausreichend Parkplätze gibt es direkt am Markt. Die Ortsbuslinie verkehrt von 9 bis 19 Uhr in regelmäßigen Abständen zwischen dem Dießener Bahnhof und Wengen. Marktbummler können also ihre Autos getrost daheim lassen. (lt)

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