Pannenhelfer im Dauerstress. Wasserversorger öffnet die Schleusen Von Dieter Schöndorfer



Die Frostperiode hält auch eine Woche nach dem Kellersturz der Temperaturen die Region fest in ihrem eisigen Griff. Erschwerend kam heute bereits in den sehr frühen Morgenstunden leichter Schneefall dazu, der aber außer ein paar Blechschäden bislang kein größeres Unheil anrichtete.
In diesen Tagen lässt die eisige Witterung mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich die Herzen vieler Autos schwächeln und bringt die ADAC-Pannenhelfer so richtig zum Schwitzen. Nach Angaben der Zentrale in München sei die Anzahl der Hilferufe, die vor allem in den Morgenstunden auflaufen, derzeit doppelt so hoch wie sonst.
Ist der fahrbare Untersatz dann am Laufen, wird zum großen Teil – zumindest auf den Straßen der Region – der Witterung angemessen gefahren, wie der Sprecher der Polizeiinspektion Landsberg, Hauptkommissar Franz Kreuzer, berichtet. Er konnte jedenfalls für den gestrigen Tag, an dem ja morgens leichter Schneefall die Fahrbahnbeläge gefährlich machte, eine Null hinter einem berichtenswerten Unfallgeschehen verzeichnen.
Anders dagegen seine Kollegen von der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck (VPI), die unter anderem auch für die Autobahn A96 zuständig sind. Sie hatten alle Hände voll zu tun, mussten allerdings in der Regel „nur“ Sachschädenaufnehmen und eine leicht verletzte Person versorgen bei insgesamt fünf Unfällen im Streckenabschnitt zwischen Buchloe und München-Sendling. Einer davon ereignete sich dabei im Bereich Schöffelding.
Der Energieversorger E.ON Wasserkraft hat heute Vormittag den Abfluss aus dem Forggensee in den Lech um 20000 Liter pro Sekunde erhöht. Diese zusätzliche Wassermenge kann auf dem Weg aus dem Allgäu über Landsberg und Augsburg und in der Donau bis zur österreichischen Grenze bei Passau insgesamt etwa 800000 Kilowattstunden mehr Strom als sonst üblich erzeugen.
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