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29. September 2010 20:10 Uhr

Wie aus dem Wort "villa" Weil wurde

Weil, St. Ottilien Dass die Römer zahlreiche militärische Erfolge errungen haben, ist bekannt. Den meisten weniger bekannt ist jedoch, dass sie sich nach ihren Siegen in unserer Region niedergelassen und so ihre Spuren nicht nur in hiesigem Boden, sondern vor allem auch in der Sprache und Kultur hinterlassen haben. Schüler aus St. Ottilien befassten sich jetzt mit der Thematik.

Ein gutes Beispiel für die Siedlungstätigkeit der Römer im Landkreis Landsberg stellt die Gemeinde Weil dar. Auf dem Areal der dortigen Römerstraße befand sich von ca. 50 bis 450 n. Chr. ein römisches Herrenhaus mit umfangreichen landwirtschaftlichen Nebengebäuden, eine sogenannte "villa rustica". Schon der Ortsname weist auf den römischen Ursprung hin. Wie aus "vinum" im Laufe der Jahrhunderte das Lehnwort "Wein" entstanden ist, so hat sich aus dem Wort "villa" der heutige Name "Weil" entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Zehn Schüler der Q12 des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien haben jetzt im Rahmen ihres Projektseminars "Die villa rustica zu Weil" zusammen mit ihrem Projektleiter die Spuren der Römer erforscht und würden sich freuen, am Samstag, 2. Oktober, die Ergebnisse allen interessierten Schülern und deren Eltern zu präsentieren.

Unter dem Motto "Die Wurzeln Weils" wollen sie den Besuchern einen anderen Blick auf die Welt der alten Römer ermöglichen. In der "Römervilla" in der Gärtnerei Geier in Weil haben die Schüler also einen ganzen Tag im Zeichen der Römer organisiert. Neben einem Kinderprogramm mit Basteln, römischen Spielen und einem Foto-shooting als Legionär gibt es eine Reihe von Vorträgen und Darbietungen zu verschiedensten Themenbereichen des Lebens in einer villa rustica, unter anderem über die römische Weinkultur, Landwirtschaft und Viehzucht oder die Bäderkultur der Römer.

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Triumphzug und Gewürzwein

Ab 18 Uhr findet dann ein Römerfest mit Triumphzug statt. Dazu werden römische "Snacks" nach Originalrezepten und Gewürzwein angeboten. In einer Ausstellung werden bis 15. Oktober sowohl Originalfundstücke der Ausgrabungen von 1977, 1988 und 1997 als auch Replikate zu sehen sein. Führungen für interessierte Gruppen oder Schulklassen sind nach Anmeldung unter Telefon 08193/937415 möglich. (lt)

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