Landsberg (wu) - Die Via Claudia soll die Menschen in Bayern, Tirol, Südtirol, Trient und Venetien verbinden. Überall dort gibt es Vereine, die die Marke nutzen. Eine grenzüberschreitende Struktur war bislang nicht vorhanden. Seit November ist das anders. Die beiden Via-Claudia-Vereine aus Bayern und Tirol haben die Europäische Wirtschaftliche Vereinigung (EWIV) ins Leben gerufen. Zum ersten Geschäftsführer wurde Landsbergs OB Ingo Lehmann bestellt.
Die Via Claudia wird immer bekannter. Wie Christoph Tschaikner von der ARGE Gastlichkeit Via Claudia bei einem Pressegespräch in Landsberg sagte, wurden alleine über den Buchhandel gut 50 000 Führer für die Radroute Via Claudia verkauft. Es sei davon auszugehen, dass über 100 000 Radler für mehrere Tage entlang der Römerstraße unterwegs waren. Und so rechnet Christoph Tschaikner mit 750 000 Übernachtungen und einem Umsatz in Höhe von 50 Millionen Euro.
Beliebte Radroute
Doch darauf wollen sich die Mitglieder der EWIV nicht ausruhen. So soll das Werbematerial über die beliebte Radroute unter anderem um eine DVD ausgeweitet werden. Eine Überarbeitung der Internetseite "viaclaudia.org" ist ebenfalls geplant. Was auf zwei Rädern Erfolg hatte, soll auch noch auf zwei Beinen gelingen. Denn die Via Claudia soll sich in Zukunft auch mehr Fernwanderern erschließen. Damit werde die Römerstraße wieder ursprünglich genutzt. Die Initiative dazu hat die Tiroler ARGE Gastlichkeit ergriffen. In Bayern beginnt die Wanderroute in Landsberg. Über den Lech-Höhenweg führt sie bis Burggen und von dort zum Auerberg, wie Reinhard Walk, der Geschäftsführer des Vereins Via Claudia Bayern, sagt. Auf dem Auerberg werde Station gemacht, weil sich dort wohl eine der ältesten Römersiedlungen Bayerns befindet. Neueste Ausgrabungen hätten dies gezeigt. Vom Auerberg führt der Weg über Lechbruck auf die Via Claudia und nach Füssen. Der Wanderführer soll im kommenden Jahr erscheinen. "Mit der neuen Vereinigung ist nun ein klarer rechtlicher Rahmen geschaffen worden", sagt EWIV-Geschäftsführer Ingo Lehmann. Noch fehle ein italienischer Partner. Erste Gespräche der Geschäftsführer aus Bayern und Tirol mit möglichen Partnern haben bereits stattgefunden und sollen weitergeführt werden."Es war ein langer Weg zur EWIV. Jetzt hoffen wir, dass auch die Italiener dazustoßen", sagt Siegfried Gohm, der Vorsitzende des Vereins Via Claudia Augusta Tirol.
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