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15. November 2007 19:00 Uhr

"Zurzeit hat gegen Bürgermeister Kirsch keiner eine Chance"

Dießen Kurz bevor der Wahlkampf in die heiße Phase kommt, haben sich die Dießener Freien Wähler zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Bei den Freien Wählern wird es übrigens am 4. Dezember ernst: An diesem Tag soll eine 24-köpfige Gemeinderatsliste aufgestellt werden.

Einen Bürgermeisterkandidaten wird es wie bei den vergangenen Wahlen nicht geben. "Zurzeit hat gegen Bürgermeister Kirsch keiner eine Chance, dass er es wird", so die Überzeugung von Freie Wähler-Chef Thomas Höring. "Ein Kandidat würde nur verheizt werden, das wird man beim CSU-Bewerber Salzmann sehen."

Alle vier amtierenden Mandatsträger kandidieren

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Obwohl sich ein Anhänger der Parteifreien zu einer Kandidatur bereit erklärt hätte, habe man nach längerer Diskussion Abstand von einem Bürgermeisterkandidaten genommen. Zur Gemeinderatsliste kündigte Höring an, dass alle derzeit vier amtierenden Mandatsträger der Parteifreien wieder kandidieren werden.

Ansonsten beschäftigten die Freien Wähler ihre bekannten Sachthemen. Vorsitzender Höring sprach wieder das Gewerbegebiet in Romenthal an: "Wir sind nach wie vor gegen dieses Gewerbegebiet, weil es nur zweite Wahl ist." Dass die Freien Wähler im Gemeinderat trotzdem immer dafür gestimmt haben, sei dem Umstand geschuldet, "dass es dazu keine Alternative" gibt.

Im Gemeinderat kein Echo gefunden

Die Parteifreien hatten immer wieder Standorte im Westen von Dießen und St. Georgen ins Spiel gebracht, im Gemeinderat aber kein Echo gefunden.

Entscheidend sei, in Dießen Gewerbegrund zu einem Preis anbieten zu können, wie er in Raisting sei. "Sonst wird der Abzug nach Raisting nicht zu stoppen sein", so Höring weiter.

Ebenfalls kein Echo hatten die Freien Wähler mit ihrem Antrag auf Bau eines Parkplatzes auf dem Bischofsrieder Berg gefunden. Höring wunderte sich, dass jetzt auf Vorschlag von Bund Naturschutz und Agenda 21 im Landschaftsschutzgebiet ein 700 Meter langer Fußweg zum Aussichtsplatz gebaut werden soll, während ein Radweg durch das Naturschutzgebiet am Ammersee-Südufer "bekämpft" werde.

Erst einmal auf Eis gelegt haben die Freien Wähler ihre Initiative für eine bessere Beleuchtung der Seeanlagen.

Eigentlich habe die Gruppierung einen entsprechenden Antrag auf Basis einer kompletten Planung in den Gemeinderat einbringen wollen. "Aber jetzt schauen wir erst einmal auf den Architektenwettbewerb", so Höring weiter, freilich durchaus mit einer gewissen skeptischen Haltung aufgrund der langjährigen Seeanlagen-Diskussionen: "Wir haben schon genug Arbeitskreise gehabt, aber keiner ist auf den Punkt gekommen." Unabhängig von einem Wettbewerb sei es notwendig, endlich das Kneipp-Becken beim Minigolfplatz zu sanieren.

Preiswerter Hochwasserschutz in Lachen

Dranbleiben wollen die Freien Wähler auch, um einen preiswerten Hochwasserschutz in Lachen zu schaffen, sagte Höring weiter. Ein zehnjähriges Hochwasser könnte beispielsweise schon mit "drei Eichenbrettern" am Romenthaler Weiher verhindert werden.

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