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09.07.2013

Im Zinstief

Michael Kerler
Foto: Ulrich Wagner

Für Kleinanleger ohne ausgeprägte Zocker-Natur geht es derzeit darum, ihr Vermögen zu erhalten.

Wer in zwei Jahren eine Wohnung kaufen will, wird sein Geld nicht in Micky-Maus-Hefte stecken. Und wer für das Studium der Kinder spart, schafft sich keine Oldtimer-Automobile an (oder Youngtimer aus den 70er Jahren, was die neueste Mode ist). Diese Strategien wagemutigerer Anleger zeigen aber, wie sehr die niedrigen Zinsen die Sparer schmerzen. Damit der Süden Europas auf die Beine kommt, mag das Zinsniveau angemessen sein. Für das wirtschaftlich solide Deutschland ist der 0,5-prozentige Leitzins objektiv zu niedrig. Er enteignet faktisch die Sparer.

Für Kleinanleger ohne ausgeprägte Zocker-Natur geht es derzeit darum, ihr Vermögen zu erhalten. Das ist schon schwer genug. Einige äußerst rare Festgeldangebote gleichen gerade noch die Inflationsrate von derzeit 1,6 Prozent im Euro-Raum aus. Die meisten Fachleute raten deshalb, einen Teil in Aktien solider Unternehmen, in Fonds und Anleihen zu investieren. Alle aber sagen, dass es unverzichtbar ist, Geldanlagen zu streuen. Für Sparer rentiert es sich zumindest, darauf zu achten, den Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro bei der Bank auszuschöpfen, um auf die mickrigen Zinsen nicht auch noch Steuern zu zahlen.

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