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Seit fast zwei Jahren wird Griechenland über Wasser gehalten - in der Hoffung, dass sich das verschuldete Land selbst aus dem Sumpf zieht. Gut, dass der Druck jetzt erhöht wird. Von Walter Roller

Über eine mangelnde Solidarität der Europäer können sich die Griechen wirklich nicht beklagen. Seit fast zwei Jahren wird das vollkommen überschuldete Land, das sich einst mit getürkten Zahlen in die Euro-Zone getrickst hat, mit vielen Milliarden über Wasser gehalten. Ohne die Unterstützung der anderen Staaten und deren Steuerzahler wäre Griechenland längst zahlungsunfähig.
Die Geberländer haben darauf vertraut, dass die Griechen im Gegenzug mit dem Sparen und Reformieren beginnen, um sich irgendwann selber aus dem Schuldensumpf herausziehen zu können. Aber Athen hat nicht geliefert und kann die vollmundigen Zusagen nicht einhalten. Es ist höchste Zeit und nur konsequent, dass Merkel, Sarkozy & Co. jetzt den Druck erhöhen und unverhohlen mit dem Abdrehen des Geldhahns drohen. Wer die Hilfe anderer benötigt, der muss eben auch deren Bedingungen akzeptieren.
Ein Sonderkonto für alle Einnahmen Griechenlands – dieses Diktat ist womöglich mehr, als die stolzen und unglücklichen Griechen akzeptieren können. So bitter es ist für das von einer unfähigen Politikerkaste regierte Land: Entweder Athen spielt nun endlich mit oder es meldet Konkurs an und versucht einen Neuanfang ohne den Euro.
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