Sarkozy kämpfte, wie er regiert hat – im Zickzack. Und Hollande so, wie Gegner seinen Regierungsstil befürchten: auf unverantwortliche Weise schwammig-vorsichtig. Von Birgit Holzer

Ab jetzt ist der französische Wahlkampf ein Duell: Erst nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen geht es wirklich um den Chefsessel im Élysée-Palast. Für die Favoriten, Nicolas Sarkozy und François Hollande, war es entscheidend, das Stechen überhaupt zu erreichen und die starken Bewerber von Links- und Rechtsaußen, Jean-Luc Mélenchon und Marine Le Pen, hinter sich zu lassen.
Befreit von der Sorge, ihre Forderungen je in die Realität umsetzen zu müssen, konnten Mélenchon und Le Pen mit ihren Extrempositionen Schwerpunkte setzen und die Kampagne thematisch lenken. Auch weil die Favoriten kaum eigene Akzente setzten: Sarkozy kämpfte, wie er regiert hat – im Zickzack. Und Hollande so, wie Gegner seinen Regierungsstil befürchten: auf unverantwortliche Weise schwammig-vorsichtig.
Jetzt steigt der Druck, sich endlich auf die drängenden Probleme zu besinnen: die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit, die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit.
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