Als Anschub für den Ausbau der Solarenergie hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz gute Dienste geleistet. Inzwischen hat sich eine Überförderung und eine Überforderung eingestellt: Von Winfried Züfle

Überfordert sind die Stromverbraucher. Sie müssen zusammen mit der Rechnung eine Abgabe bezahlen, die aufgrund des Solarbooms ständig steigt.
Überfördert werden dagegen teilweise Hausbesitzer und Investoren, die Solaranlagen so günstig einkaufen, dass mit der auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung überdurchschnittlich hohe Renditen erzielt werden. Dies ergibt eine soziale Schieflage.
So kann es nicht weitergehen. Die Regierung, die schon mehrfach die Förderung gesenkt hat, muss auch jetzt wieder handeln. Es ist nicht einzusehen, dass alleine für die Solarenergie Subventionen in Milliardenhöhe zum Dauerzustand werden. Hinzu kommt, dass deutsche Hersteller von dem Boom kaum profitieren, da China unschlagbar günstige Module liefert.
Das Land braucht Klarheit: Wie viele Solaranlagen sind nötig? Wie viel Solarförderung pro Jahr darf das kosten? Ein fester Deckel, wie ihn FDP-Chef Philipp Rösler fordert, ist sinnvoll. Außerdem fehlt immer noch der konkrete Plan, wie die Energiewende funktionieren soll.
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