![]() | Di. 20°C | ![]() | Mi. 21°C | > 7 Tage Wetter Präsentiert von: |
|
Kann man sich das vorstellen? Das Warten auf den Brief nach der Insolvenz. Der eine darf bleiben, der andere muss gehen. Von Stefan Stahl

Der eine wechselt zum neuen Eigentümer von Manroland, der andere wird als gestandener Facharbeiter in eine Qualifizierungsgesellschaft geparkt, um seine Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz zu verbessern. Dabei ist er qualifiziert und hat komplizierte Maschinen gebaut.
Kann man sich das vorstellen? Man will sich eigentlich nicht vorstellen, einer Firmenfamilie (und das war Manroland) anzugehören, die in zwei Teile zerfällt: Menschen, die Glück haben, und andere, bei denen Pech zum Begleiter wird. Viele Betroffene sagen jetzt: Ich muss Abstand gewinnen, ehe ich an eine neue Tätigkeit denken kann.
Gibt es Trost in solchen Momenten? Trost vielleicht nicht, aber Hoffnung. Die Lage am Arbeitsmarkt in Bayern ist so gut wie lange nicht mehr. Facharbeiter, Ingenieure und auch Büroangestellte werden händeringend gesucht.
Auch für ältere Arbeitnehmer bieten sich endlich wieder bessere Chancen, noch mal von vorne anzufangen. Nun ist vor allem Solidarität gefragt. In einem Pakt für Manroland könnten Chefs florierender Firmen aus der Region, unterstützt von Politikern und Arbeitnehmervertretern, alles daransetzen, den entlassenen Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz zu verschaffen.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.



Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: