Dienstag, 25. November 2014

Kommentare der Redaktion

13. Dezember 2012 16:30 Uhr

Ein guter Kompromiss

Überhebliche Manager und Größenwahn ließen manches Bankeninstitut jenseits des eigenen Geschäftsfeldes zu Spekulationen greifen, für deren Platzen der Steuerzahler aufkommen musste.

i

Europa beschließt das Krisenjahr 2012 mit einer frohen Botschaft: Dank einer neuen Bankenaufsicht soll das Finanzsystem des Euro-Raums gegen alle Stürme gewappnet sein. 22 Kontrolleure halten die etwa 150 Großbanken künftig in Schach und können bei ersten Signalen von Unregelmäßigkeiten reagieren. Dieser Kompromiss, den die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen als Auftakt für eine Währungsunion 2.0 feiern, kann sich sehen lassen.

Dass Europa sich so tiefe Eingriffe in die Bankenwelt leisten kann, hat viel mit der Vergangenheit zu tun: Überhebliche Manager und Größenwahn ließen manches Institut jenseits des eigenen Geschäftsfeldes zu Spekulationen greifen, für deren Platzen der Steuerzahler aufkommen musste. 4,3 Billionen Euro aus Geldern der EU-Bürger haben die Staaten zur Rettung ihrer Banken seit 2008 aufgewendet. Dazu soll es nie wieder kommen.

ANZEIGE

Auf dem Papier kann sich Europas Krisen-Bilanz sehen lassen: Die Mitgliedstaaten haben einer Politik auf Pump abgeschworen, eine strenge Etatdisziplin beschlossen, einen Wachstumspakt aufgestellt und nehmen nun die Geldinstitute unter ihre Fittiche. Wenn man sich nun noch auf konkrete Instrumente zum Ausbau einer Wirtschaftsunion einigen könnte, die zu einer Angleichung der Wettbewerbsfähigkeit führen würde, könnte die Euro-Zone stärker aus der Krise herauskommen, als sie hineingegangen ist.

i

Artikel kommentieren

Blogs aus der Redaktion
Miriam Zissler
Lokalredaktion Augsburg

Ausgehen in Augsburg: Miriam Zissler schreibt über Bars, Klubs, Cafés, Restaurants und mehr.

Zur Kolumne
Florian Eisele
Lokalredaktion Augsburg-Land

Bis Ende November tausche ich den Platz in der Redaktion gegen den an der Milchflasche und der Windel. Was mir mit meinem Sohn alles passiert, ist hier zu lesen.

Zur Kolumne

Der Weltraum, unendliche Weiten - sie faszinieren mich seit meiner Jugend. In ferne Galaxien sind wir Menschen bislang allerdings nur im Film gereist. Einige Hundert Menschen haben es inzwischen immerhin bis in eine Erdumlaufbahn, mehr als ein Dutzend sogar bis zum Mond geschafft. Damit erkunden wir derzeit gerade mal unseren "Vorgarten", doch das ist mindestens genauso spannend. Hoch über unseren Köpfen ist jedenfalls immer etwas los.

Zur Kolumne
Jürgen Marks
Chefredaktion

Tagebuch aus Stadt und Land - Einblicke in Politik, Medien und das Internet

Zur Kolumne
Sascha Borowski
Online-Redaktion

Notizen aus der Online-Redaktion

Zur Kolumne
Karin Seibold
Redaktion

Mein Augsburg: Über das Leben und die Menschen in der Stadt

Zur Kolumne

"Menschenskinder" sind immer für eine Überraschung gut.

Zur Kolumne

Theater-Kolumne: Sie finden hier Kurz-Kritiken von Inszenierungen und interessante Geschichten rund um das Theater.

Zur Kolumne