Samstag, 23. August 2014

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13. Dezember 2012 16:30 Uhr

Ein guter Kompromiss

Überhebliche Manager und Größenwahn ließen manches Bankeninstitut jenseits des eigenen Geschäftsfeldes zu Spekulationen greifen, für deren Platzen der Steuerzahler aufkommen musste.

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Europa beschließt das Krisenjahr 2012 mit einer frohen Botschaft: Dank einer neuen Bankenaufsicht soll das Finanzsystem des Euro-Raums gegen alle Stürme gewappnet sein. 22 Kontrolleure halten die etwa 150 Großbanken künftig in Schach und können bei ersten Signalen von Unregelmäßigkeiten reagieren. Dieser Kompromiss, den die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen als Auftakt für eine Währungsunion 2.0 feiern, kann sich sehen lassen.

Dass Europa sich so tiefe Eingriffe in die Bankenwelt leisten kann, hat viel mit der Vergangenheit zu tun: Überhebliche Manager und Größenwahn ließen manches Institut jenseits des eigenen Geschäftsfeldes zu Spekulationen greifen, für deren Platzen der Steuerzahler aufkommen musste. 4,3 Billionen Euro aus Geldern der EU-Bürger haben die Staaten zur Rettung ihrer Banken seit 2008 aufgewendet. Dazu soll es nie wieder kommen.

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Auf dem Papier kann sich Europas Krisen-Bilanz sehen lassen: Die Mitgliedstaaten haben einer Politik auf Pump abgeschworen, eine strenge Etatdisziplin beschlossen, einen Wachstumspakt aufgestellt und nehmen nun die Geldinstitute unter ihre Fittiche. Wenn man sich nun noch auf konkrete Instrumente zum Ausbau einer Wirtschaftsunion einigen könnte, die zu einer Angleichung der Wettbewerbsfähigkeit führen würde, könnte die Euro-Zone stärker aus der Krise herauskommen, als sie hineingegangen ist.

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