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Das Gebaren vieler Griechen lässt nicht nur den Unmut der Deutschen wachsen. Es zerstört das nachbarschaftliche Verhältnis und so die Grundlage für eine europäische Gemeinschaft. Von Daniela Hungbaur

Durchbruch, Lösung – an solche Worte mag man im Drama um Griechenland nicht mehr glauben. Auch wenn der heutige Montag wieder zu einem Schicksalstag für den hoch verschuldeten Staat ausgerufen wird, wissen längst alle, dass auch mit einem neuen Milliardenhilfspaket weder das Ringen um die Zukunft des kleinen Landes noch um die des europäischen Währungssystems ausgestanden ist.
Denn so wichtig Sparen für die Regierung in Athen ist, allein mit einem Kürzungsprogramm lässt sich kein Staat auf eine stabile Basis stellen. Dazu bedarf es auch eines konkreten Planes, wie das Land wirtschaftlich erstarken kann. Dies ist vor allem für die Perspektive der Bürger von Bedeutung. Denn ein einseitiger Sparkurs lässt nur den Unmut in der Bevölkerung wachsen, wie die Demonstrationen zeigen. Griechenland braucht dazu Hilfe. Es muss diese Unterstützung aber auch annehmen.
An dieser Bereitschaft gibt es ernsthafte Zweifel. Vor allem die zum Teil heftigen Beschimpfungen des größten Geldgebers in der EU durch zahlreiche Griechen lassen nicht nur den Unmut der Deutschen wachsen. Sie zerstören auch nachhaltig das nachbarschaftliche Verhältnis und damit die Grundlage für eine funktionierende europäische Gemeinschaft.
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