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Zwei Monate dauerte die Affäre Wulff, bis der Bundespräsident zurücktrat. In diesen politisch quälenden Wochen sind auch die Medien in die Kritik geraten. Von Jürgen Marks

Von einer Kampagne war die Rede, sogar von Hetzjagd. Wulff selbst sagte gestern, die Berichterstattung habe ihn und seine Frau verletzt.
Wir Journalisten tun gut daran, die Kritik ernst zu nehmen. Und manche Zeitung hat den Bogen auch tatsächlich überspannt. Es war zügellos, wie zeitweise versucht wurde, aus Lappalien wie Upgrades im Flugzeug oder günstigen Leasingraten für ein Auto Staatsaffären zu konstruieren.
Doch vor allem haben Journalisten von Zeitungen, Online-Portalen und TV-Sendern die wichtige Aufgabe erfüllt, die ihnen in einer Demokratie zugeteilt ist: Sie haben den Mächtigen auf die Finger geschaut. Sie haben kritische Fragen gestellt, die Nachrichten eingeordnet und kommentiert.
Nein, Wulff ist kein Opfer der Medien. Er ist ein Opfer seines eigenen fortgesetzten Fehlverhaltens, über das die Medien berichtet haben. Ohne Journalisten hätte niemand etwas von Wulffs zweifelhafter Freundeswirtschaft und dem Verdacht der Vorteilsnahme erfahren. Für die strafrechtliche Aufarbeitung ist nun die Staatsanwaltschaft zuständig.
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