In der hitzig geführten Debatte um das Betreuungsgeld geht die größte Herausforderung von Bund, Ländern und Kommunen in der Familienpolitik unter. Von Michael Pohl

Ab Sommer kommenden Jahres haben Familien einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. Doch schon jetzt ist klar, dass er vielerorts noch nicht erfüllt werden kann.
In Bayern haben Regierung und Kommunen mit großer finanzieller Hilfe des Bundes eine beachtliche Aufholleistung vollbracht. Alle Seiten sind dabei, verhängnisvolle Versäumnisse der Vergangenheit abzustellen. Viele Jahre lang litten und leiden noch immer unzählige junge Familien unter dem enormen Kraftakt, Familie und Beruf zu vereinbaren. Auch jetzt gibt es vor allem in den Städten viel zu wenige Betreuungsplätze, wie die alltägliche Praxis trotz aller gegenteiliger politischer Rechenspiele beweist.
Es ist deshalb ein Segen der fortschreitenden Ent-Ideologisierung von Gesellschaft und Politik, dass das Problem des Krippenangebots inzwischen nicht mehr als Glaubens-, sondern nur noch als eine lösbare Sachfrage diskutiert wird.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren